10.06.2011

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Türkei erwartet 1Million Flüchtlinge aus Syrien
Immer mehr Syrer fliehen vor der Gewalt in ihrem Land in die Türkei. Innerhalb von 48 Stunden strömten mehr als 1.000 Menschen aus Furcht vor einer neuen Militäroffensive über die Grenze. Die Regierung in Ankara erwartet insgesamt eine Million Flüchtlinge.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte erklärt, die Grenze bliebe für verfolgte Zivilisten offen. Die Türkei beobachte die Entwicklungen in Syrien mit Sorge. Erdoğan forderte Assad auf, tolerant auf die Proteste der Syrer zu reagieren.
Angesichts der drohenden Eskalation hatte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan zugesagt, die Türkei werde weiterhin Flüchtlinge aufnehmen.

An den Grenzen werden Krankenwagen bereitgestellt und provisorische Zeltstädte errichtet, um die Flüchtlinge aufzunehmen, hieß es in türkischen Presseberichten. Es wird berichtet, dass die Türkei 13 Millionen Euro für die Aufnahme der Flüchtlinge bereitstellt.

Die Unruhen in Syrien hatten Mitte März in der an Jordanien angrenzenden Stadt Deraa begonnen. Die Massenproteste griffen auf weitere Regionen des Landes über. Bei Zusammenstößen mit Ordnungskräften kamen über 1.200 Menschen ums Leben.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan deutete darauf hin, dass sie die Entwicklungen in der Region verfolgen und sagte: “Wir treffen unsere Vorbereitungen und wir sind dazu bereit alle notwendigen Schritte zu unternehmen. Aber für uns ist der Freitag und Sonntag besonders wichtig.” HÜRRİYET-CUMHURİYET-AKŞAM – 10/06/2011

100 Millionen Dollar-Hilfe lybische Oppositionelle
Auf der Versammlung der internationalen lybischen Kontaktgruppe gab die Türkei vertretend von Außenminister Ahmet Davutoğlu bekannt, dass die Türkei dem Nationalen Übergangsrat in Libyen 100 Millionen Dollar-Hilfe gewährleisten werde.

Beim dritten Treffen in Abu Dabi waren 20 Außenminister anwesend, um die finanziellen Hilfeforderungen der lybischen Oppositionellen zu besprechen.

Vizechef des Übergangsrates Abdul Hafiz Ghoga erläuterte, der vorübergehende Mechanismus für Anschaffung von Fonds habe begonnen.  SABAH – 10/06/2011

Staatsfernsehens ERT berichte über Erdoğan
In dem Programm „Private Missionen” das von dem Diplomatie Korrespondenten des griechischen Staatsfernsehens ERT, Fanis Papathanasiou vorbereitet und vorgetragen wurde, wurde dem Lebenslauf von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan Platz gegeben. Die Sendung dauerte ungefähr eine Stunde.

In der Sendung wurde sich vor allem mit der politischen Karriere von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, der in Kasımpaşa auf die Welt gekommen ist, befasst. Auch wurde die Meinung von Familienfreunden übertragen.

In der Sendung stand vor allem Sümmeyye Erdoğan, die Tochter von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan im Mittelpunkt. Es wurde unterstrichen, dass Sümmeye Erdoğan ihren Vater nie alleine lässt. Auch wurde in der Sendung einer Äußerung von Sümmeye Erdoğan, die sie in Trabzon machte, Platz gegeben. Hier antwortet Sümmeye Erdoğan auf eine Frage, ob sie in die Politik möchte folgend: “So einen Plan habe ich nicht. Ich bin nur meinem Vater behilflich.”

Auch befassten sich zahlreiche andere Zeitungen mit den Wahlen in der Türkei, die am 12. Juni stattfinden werden. SABAH – 10/06/2011

Kandidatur von Ursula Plassnik gescheitert
Die Kandidatur von Ex-Außenministerin Ursula Plassnik für den Posten des OSZE-Generalsekretärs ist gescheitert. Die Türkei habe bei einer Sitzung der OSZE-Botschafter am Donnerstag in Wien an ihrem Einspruch gegen Plassnik festgehalten, teilte Außenminister Michael Spindelegger in einer Aussendung mit.

Das Veto der Türkei hat zwischen der Türkei und Österreich zu einer diplomatischen Krise geführt.

Spindelegger reagierte empört, weil ihm angeblich Präsident Abdullah Gül noch Anfang Mai, während seines Besuches vor Zeugen zugesagt habe, dass die Türkei und Österreich ihre OSZE-Bewerber nicht gegenseitig blockieren würden. Ankara dementiert dies.

Davutoğlu hingegen hatte zuletzt erklärt, dass sich der türkische Einspruch nicht gegen Österreich richte, sondern gegen Plassnik, weil sie die europäische Identität der Türkei infrage gestellt habe. Die Ex-Außenministerin hätte 2005 den Beginn der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei beinahe zum Platzen gebracht, weil sie auf der Aufnahmefähigkeit der EU als Kriterium für einen Abschluss der Verhandlungen beharrte.
HÜRRİYET – 10/06/2011

Die Touristenzahl in Istanbul ist angestiegen
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres ist die Anzahl der Touristen um 15 Prozent gestiegen. Istanbul, die Kulturhauptstadt 2010, besuchten im Januar 378.380, im Februar 431.481, im März 556.113, im April 694.959 und im Mai 729.860 Touristen. Die meisten Touristen kommen aus Deutschland und Russland.

Letztes Jahr besuchten in den ersten fünf Monaten des Jahres 2.434.371 Millionen Touristen Istanbul. SABAH – 10/06/2011