08.10.2012

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Erdoğan: „Nicht weit von einem Krieg entfernt“ Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, der gestern an der Eröffnungszeremonie der biologischen Wasserkläranlage in Istanbul teilnahm, warnte Syrien bezüglich des Beschusses auf türkischem Boden und rief die Assad-Führung zur Änderung ihrer Haltung auf. In seiner Rede brachte Erdoğan seine Hoffnung darüber zum Ausdruck, dass die Assad-Führung ihre Haltung gegenüber der türkischen und syrischen Bevölkerung revidiert. Unterdessen  erklärte Erdoğan allerdings am Freitag, die beiden Nachbarn seien „nicht weit von einem Krieg entfernt“. AKŞAM

Davutoğlu spricht mit Salihi Syrische Rebellen haben seit Anfang August iranische Geiseln in der Hand, mit deren Tötung sie am Freitag drohten. Die Kämpfer der Freien Syrischen Armee beschuldigen die Iraner, Soldaten von Assad zu unterstützen. Teheran bezeichnet die gekidnappten Landsleute als Pilger. Es wurde erläutert, dass iranische Außenminister Ali Ekber Salihi, Außenminister Ahmet Davutoğlu angerufen hat. Demnach forderte Salihi Ankara auf, sich um die Freilassung der Iraner  “ernsthaft zu bemühen.” Davutoğlu hingegen sagte, dass die Anstrengungen der Türkei anhalten.

Gül empfängt Çetinsaya und Altunbaşak Staatspräsident Abdullah Gül wird heute den Vorsitzenden des türkischen Hochschulrates (YÖK) Prof. Dr. Gökhan Çetinsaya und TÜBİTAK-Präsident Yücel Altunbaşak im Çankaya-Palais empfangen. Gül, Çetinsaya und Altunbaşak werden im Rahmen einer Arbeitsgruppe das Hochschulwesen thematisieren. CİHAN

USA besorgt wegen Syrien-Konflikt Die Artillerie-Zwischenfälle an der türkischen Grenze in den vergangenen Tagen hätten die Sorge erhöht, dass der Konflikt sich auf Nachbarländer ausweiten könnte, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta bei einem Besuch in Peru. „Ob sich dieser Konflikt in Syrien auf Nachbarländer wie die Türkei ausweitet, muss abgewartet werden. Doch die jüngsten Artillerieduelle geben Anlass zu zusätzlicher Sorge, dass sich dieser Konflikt ausweitet.” so Panetta weiter. AKŞAM

Türkei nimmt weitere Syrische Flüchtlinge auf In Syrien hält die Gewalt weiter an. Erneut flüchteten 412 Syrer, unter ihnen zwei Generäle und 10 Verletzte in die Türkei. Wegen den Gefechten in Syrien kamen gestern Abend erneut syrische Flüchtling über den Grenzübergang Cilvegözü in Hatay in die Türkei. Die Verletzten wurden zur Behandlung in Krankenhäuser in der Region eingeliefert. Zwei Syrer, die durch Granaten der Soldaten von Assad verletzt wurden, wurden mit Hilfe von türkischen Bürgern ins Krankenhaus gebracht.

Syriens Präsident Baschar al-Assad versucht seit mehr als eineinhalb Jahren, einen Volksaufstand niederzuschlagen. Zehntausende Menschen sind getötet worden, Hunderttausende sind auf der Flucht. Die Türkei bietet ranghohen Rebellen Unterschlupf und hat fast 100.000 Flüchtlinge aufgenommen. TÜRKİYE