06.07.2012

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Erdogan ist Vorbild Die Vorsitzende des Vereins der Srebrenica-Mütter Hatice Mehmedoviç bezeichnete die Haltung von  Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan gegenüber den Opfern von Srebrenica als Vorbildlich. Mehmedoviç, die selbst 65 Angehörige bei dem Srebrenica Massaker verloren hat sagte: „Ministerpräsident Erdoğan hat durch das tragen der Srebrenica-Blume wieder einmal seine Solidarität mit den Opfern von Srebrenica bekundet. Srebrenica ist Symbol für leidende Menschen auf der Welt. Wäre Erdoğan 1995 Regierungsführer, hätte es Srebrenica nie gegeben. Ich hoffe die führenden Staatsoberhäupter der Welt nehmen sich ein Beispiel an Erdoğan. Wir werden diese Geste von Ministerpräsident Erdoğan nie vergessen. Genauso wenig sein Engagement in dieser Sache.“   Mit der Srebrenica-Blume wird den Opfern des Srebrenica-Genozides vom 11 Juli 1995, bei dem 8.372 Bosnier getötet wurden, gedacht. Zum Gedenken an Srebrenica soll auf dem Taksim-Platz in Istanbul ein Mahnmal errichtet werden. Die Srebrenica-Blumen werden jedes Jahr als symbolisches Gedenken an die Opfer von 1995 an Persönlichkeiten überreicht.

Davutoglu  in Paris Außenminister Ahmet Davutoğlu kam in Paris mit seinem französischen Amtskollegen Laurent Fabius zusammen. Nachdem Treffen im Außenministerium traten sie gemeinsam vor die Presse. Fabius sagte, sie führten Gespräche über die jüngsten Entwicklungen in Syrien, im Nahen Osten und Afghanistan, die Beziehungen der Türkei, der EU sowie über wirtschaftliche und kulturelle Themen.   Fabius betonte auch, dass mit der Türkei eine neue Ära beginnt. Die Türkei sei für die Fortsetzung der Beziehungen mit der EU entschlossen. Fabius sagte: „Unser Partner Türkei befindet sich in einer schwankenden Region und ist ein unverzichtbarer Akteur und der Bestandteil der Stabilität.“ Unterdessen sagte Außenminister Davutoğlu, sie planen den Handel zwischen der Türkei und Frankreich auf 15 Milliarden zu erhöhen und betonte, sie könnten im Bereich Energie und Tourismus gemeinsam wichtige Projekte ausarbeiten. HÜRRİYET-CUMHURİYET

Abdullah Gül empfing Botschafter Staatspräsident Abdullah Gül empfing gestern den vietnamesischen Botschafter in Ankara, Nguyen The Cuong und den somalischen Botschafter Mursal Sheikh Abdırahman im Çankaya-Palais. Gül nahm die Beglaubigungsschreiben beider Botschafter entgegen. An dem Empfing nahm auch der Stabschefoffizier Bekir Furkan teil. MİLLİYET

Bagis: Historischer Besuch Europaminister Egemen Bağış bezeichnete den Besuch des Vorsitzenden der Religionsbehörde Mehmet Görmez, an dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I., von historischer Bedeutung. Bağış, der mit dem griechischen Außenminister ein Telefonat führte, würdigte den Besuch von Görmez und gratulierte ihm zu diesem historischen Schritt und der entgegengebrachten Toleranz. „Das ist es was wir hierzulande brauchen. In diesem Land leben seit Jahrzehnten Gruppen verschiedener Religionen zusammen“, so Bağış. STAR

Türkei und Japan: Wiederaufbau Irak Für den Wandlungsprozess im Irak werden die Türkei und Japan zusammenarbeiten. Rund 156 Vertreter von türkisch und japanischen Firmen kamen gestern zusammen. Auf ihrer Tagesordnung stand der Neuaufbau Iraks. Der Irak bereitet sich für Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 60 Milliarden Dollar vor. Nach Angaben können die türkisch- und japanischen Firmen zusammen ein Geschäftsvolumen von rund 5 Milliarden Dollar erreichen. Auch Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan nahm an den Gesprächen teil. Çağlayan sagte, dass die Lösung der globalen Krisen die globale Zusammenarbeit sei. SABAH