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Alt 31.10.2015, 12:34
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timeraiser timeraiser ist offline
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Zitat:
Zitat von Anonymus Beitrag anzeigen
In China ist ein Sack Reis umgefallen

Kleine Brandlöcher von der Zigarette entfernt man am besten mit einer Nagelschere.
Für die Einen ist es ein Sack Reis, für die Anderen die Abwandlung von Tatsachen ;-)

http://dtj-online.de/was-hat-es-mit-...auf-sich-64156
Zitat:
Der Brief Davutoðlus

Der Brief fängt mit Sevgili Kardeþim an (Mein/e liebe/r Schwester/Bruder). Über längere Passagen enthält er Lob und Anerkennung für die in Europa lebenden türkischen Mitbürger. Danach geht er auf einige Versprechen der Regierung ein, wie zum Beispiel 20 Prozent Ermäßigung für Familien bei Turkish Airlines-Flügen, Verlängerung der Aufenthaltsfrist für ausländische Autos und Handys in der Türkei, Senkung der Summe für den Freikauf aus dem Militärdienst für türkische Staatsbürger. Zudem verspricht die AKP, bilinguale Kindergärten mit Türkisch- und Deutschunterricht in Deutschland zu fördern.

Gegen Ende des Briefes erinnert Davutoðlu daran, dass die Bürger an den Konsulaten vom 8. bis 25. Oktober, an den Grenzübergängen und Flughäfen vom 8. Oktober bis zum 1. November wählen können. „Ich glaube von ganzem Herzen, dass ihr an die Wahlurnen gehen und euer Ja-Kreuz für eine starke und neue Türkei bei der AKP setzen werdet“, schreibt Davutoðlu.

Gesetz von 1961
Viele Bürger waren irritiert und vor allem Nicht-AKP-Wähler haben sich in sozialen Medien über den Brief beschwert. Viele fragten, ob es mit den Datenschutzbestimmungen zu vereinbaren sei, wenn eine Partei ihre Adressen ausfindig macht und ihnen Briefe mit Wahlwerbung zuschickt. In Holland hat sogar die Datenschutzbehörde CBP nach Beschwerden mancher Bürger Ermittlungen eingeleitet, um festzustellen, ob die AKP Gesetze verletzt hat oder nicht. Was hat es nun auf sich mit diesen Briefen?

Unsere Recherchen ergaben, dass die AKP die Adressen vom Hohen Wahlrat (Yüksek Seçim Kurulu, YSK) bekommen hat. Dies gehe auf Artikel 298 des türkischen Wahlgesetzes zurück, das aus dem Jahr 1961 stammt, erklärte ein Sprecher des YSK gegenüber DTJ. Es ist also nach aktuellem Stand mit dem türkischen Recht vereinbar. Jede Partei könne sich an den YSK wenden und die Anschriften bekommen. Auch nach deutschem Recht liegt keine Verletzung des Datenschutzes vor. Zur Erinnerung: Auch die HDP verschickte im Mai Briefe an wahlberechtigte Türken in Deutschland.

Wirkung psychologischer Natur
Doch welchen Sinn erfüllen die Briefe in Zeiten des Informationszeitalters? Die Wirkung sollte wohl nicht unterschätzt werden. Allein in Deutschland leben 1.384.410 türkische Wahlberechtigte, von denen am 7. Juni etwa 40 Prozent zur Wahlurne gegangen sind. Die Parteien legen großen Wert auf die Stimmen in Deutschland. Fast schon traditionell kommen vor jeder Wahl die Spitzenpolitiker hierher, um ihre Wählerschaft zu mobilisieren und neue Wähler anzusprechen.

Die Wirkung des Briefes ist wohl psychologischer Natur. Die Wahlspots im Fernsehen oder im Netz sind zwar leichter zugänglich, aber eher an die Allgemeinheit gerichtet. Der Brief dagegen wendet sich direkt an den Adressaten. Ein Brief, der auch noch höchstpersönlich vom Ministerpräsidenten der Türkei signiert ist, dürfte den ein oder anderen doch beeindrucken.
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Der Mensch glaubt, weil er zum Wissen zu blöd ist!

Dieter Nuhr