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Kultur und Geschichte Malatya |
| Kultur und Geschichte von Malatya |
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Die älteste Siedlung, Milidia, die bereits in Keilschrifttexten
des 18.Jh.s v.Chr. Erwähnung findet und als erstes von den Hethitern als
"Maldia" genannt wird, und nach dem römischen Historiker Pilinius d.J.
von der sagenhaften assyrischen Königin Semiramis gegründet sein soll,
liegt etwa 8 km nordöstlich der heutigen Stadt. Genauere Angaben gibt es
erst wieder aus der ersten Hälfte des 1.Jh.s v.Chr., als die späthethitische
Fürstenresidenz Milid unter den Einfluß Assyriens geriet.
Etwa 5 km nörlich entstand später, noch vor 70 Chr., die altgriechische
Stadt Melitene, das heutige Eski Malatya. Der Ort war als bedeutender Straßenknotenpunkt
und Standquartier der römischen 'legýo XII fulmýnata' bekannt, die ihre
Berühmtheit und ihren Namen einer Legende verdankt, nach der auf ein Gebiet
christlicher Soldaten hin ein Blitz die Gegner der Legion erschlagen habe.
Kaiser Trajan erhob Melitene zur Stadt. Justinian ummauerte sie in byzantinischer
Zeit. Fernstraßen führten von hier nach Tephrike (Divrýði) und nach Samosata
am Euphrat.
Nach wechselnden Besitzverhältnissen gehörte Malatya zwischen dem 7.
und 10. Jh. zu der Reihe befestigter Städte entlang der sogennanten Thugur-Linie
zwischen Syrien bzw. Çukurova und Armenien, dem umstrittenen Grenzmark
zwischen Byzaz und dem Kalifenreich. Die Stadt wurde mehrmals während Streitigkeiten
zerstört (751, 837, 841) und wieder aufgebaut.
Um die Mitte des 9. Jh. fanden die Paulikaner, eine militante, religiöse
Bewegung, bei dem Emir der damals von den Arabern besetzten Stadt Zuflucht.
934 wurde Melitene für längere Zeit byzantinisch, 1071 eroberten die Sekdschuken
Malatya und setzten einen Statthalter ein, der sich allerdings politisch
verselbstständigte. Vorübergehend von Kreuzfahrern besetzt, wurde die Stadt
1106 von den Seldschuken zurückerobert und fiel anschliesend an die Dynastie
der Danischmendiden. Von 1168 war sie dann endgültig seldschukisch, mußte
aber 1235 und 1395 Überfälle der Mongolen über sich ergehen lassen. Mit
Ostanatolien gliederte Selim I. auch Melitene für das Osmanische Reich
ein.
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