KIRCHEN-MOSCHEE (ST. GREGOR-KIRCHE) (Güzelyurt)
Die Kreisstadt Güzelyurt ist voller christlicher Sakralwerke und
war für das Christentum von großer Bedeutung. Die Kirche (heutige
Moschee) hat einen kreuzförmigen Grundriss, wurde im Jahr 385 n Chr.
erbaut und mehrmals restauriert. Später wurde der Glockenturm in ein
Minarett und die Kirche in eine Moschee umgewandelt.
ST. ANARCHIOS-KIRCHE (Güzeyurt)
Die Kirche hat einen kreuzförmigen Grundriss und steht im Stadtzentrum.
Sie wurde einschließlich ihrer Säulen und Gewölbe vollständig
in einen Felsen hineingearbeitet und zuletzt 1884 restauriert. Die Fresken
unter der Kuppel wurden drei Jahre später erneuert, wie sich aus der
Jahreszahl 1887 daneben ergibt. Noch heute kommen Gläubige zum Beten.
Der Gedenktag des Heiligen ist der 1. November. An diesem Tag wird eine
Andacht für die Kranken in der Kirche gehalten und bis in die Morgenstunden
hinein für sie gebetet.
ST. GEORG-KIRCHE (Kirkdamalti-Kirche, Belirsima)
Diese Kirche ist die größte im Gebiet und wurde in den Jahren
1283 - 1295 erbaut. Um die ganze Kirche herum windet sich eine Inschrift.
Der Innenraum ist mit Fresken mit biblischen Themen und einem Bild des
Sultans Mesud II. geschmückt.
SELIME-KATHEDRALE (Selime)
Die an einer hochgelegenen Stelle in eine Felswand eingemeißelte
Kirche wird durch zwei Säulenreihen in drei Schiffe geteilt.
KALE MANASTIR (Burgkloster)(Selime)
Diese Kirche gehört zu den größten Sakralbauten des
Gebiets. Sie wurde im IX. oder X. Jahrhundert erbaut, die Fresken stellen
Christi Himmelsfahrt, Maria und die Verkündigung dar und wurden Ende
des X. und zu Beginn des XI. Jahrhunderts gemalt.
YÜKSEK (HOHE)-KIRCHE (Zentrum)
Die auch als Mädchenkloster (Kizlar Manastiri) bekannte Kirche
liegt etwa 3 km von der Provinzhauptstadt entfernt und wurde auf einem
hohen Felsen in den Stein eingehauen.
KIZIL (ROTE) KIRCHE (Sivrihisar)
Der Name dieser Kirche stammt von dem roten Gestein, aus dem sie im
V./VI. Jahrhundert gebaut wurde.
DIE SIVISLI-KIRCHE (Güzelyurt)
Die Kirche wurde in einen Felsen in der Stadt eingemeißelt. Die
Fresken unter der Gewölbekuppel stellen Christus und Maria dar, und
die Zwölf Aposteln an den Seitenwänden.
NORA (Viransehir - Helvandere)
Die antike Siedlung liegt 30 km südlich von Aksaray entfernt,
am Fuße des Hasan-Vulkan. Dieses Gebiet war zur Zeit der Römer
und Byzantiner eine wichtige Siedlung. So wurden hier viele Kirchen gebaut.
Teile der Fresken aus der byzantinischen Zeit sind immer noch zu bewundern.
Obwohl sie ziemlich zerstört sind.
DIE AGAÇALTI-KIRCHE (Daniel, Pantanassa, Ihlara)
Die Kirche liegt südlich der Treppen, die ins Ihlara-Tal führen.
Ihre Fresken stellen folgende Themen dar: die Verkündung und die Geburt
Jesu, die Flucht nach Ägypten, die Taufe, der Tod der Heiligen Mutter
Maria. Und unter der Gewölbekuppel ist die Himmelsfahrt Jesu Christi
zu sehen.
DIE PÜRENLI ZEKI-KIRCHE (Ihlara)
Die Kirche wurde in den Felsen eingehauen und besteht aus vier Abteilungen.
In den Boden der Narthex sind Gräber eingelassen. Die Fresken stammen
aus dem X., XI. und XII. Jahrhundert. Sie stellen den Verrat Jesu, Maria,
mehrere Bischöfe, die Anbetung der Drei Heiligen Könige, die
Verkündigung, die Kreuzigung, die Himmelfahrt sowie die Botschaft
Jesu an die Aposteln dar und sind für die Kirchengeschichte von großer
Bedeutung.
DIE KOKAR (DUFTENDE) KIRCHE (Ihlara)
Die reichen Fresken in der Kokar-Kirche stammen aus dem ausgehenden
IX. Jahrhundert und aus der ersten Hälfte des X. Jahrhunderts. Sie
stellen das Abendmahl, die Kreuzabnahme, die Grablegung, die Himmelfahrt
und die Botschaft Jesu an die Apostel dar. Die beiden Grabkammern der Kirche
sind mit ihren ziegelroten Fresken das erste Beispiel dieser Art.
EGRITAS (GENEIGTER STEIN)-KIRCHE (Ihlara)
Die große Kirche gehört zu den ältesten im Tal. Es
ist aus einer Inschrift an der Ostwand zu entnehmen, dass sie Mutter Maria
geweiht ist. Die Fresken Jesu zwischen zwei Engeln, sechs Bischöfe,
Josephs Traum, die Flucht nach Ägypten, die Taufe und der Einzug in
Jerusalem. Obwohl die Fresken zum größten Teil zerstört
sind, blieben die Farben auffallend frisch.
SÜMBÜLLÜ (HYAZINTHEN)-KIRCHE (Ihlara)
Die Kirche ist zweistöckig in den Felsen eingehauen. Die Fresken
stellen die Mutter Maria zwischen den Erzengeln Michael und Gabriel sitzend,
die Drei Jünglinge im Feuerofen, Jesus und mehrere Heilige dar.
YILANLI-KIRCHE (Ihlara)
Die Yilanli Kirche (Kirche mit Schlangen) ist kreuzförmig. Die
kreuzförmige Kirche ist im nördlichen und im südlichen Teil
ziemlich schmal mit einem Kreuzrelief unter der Decke. Ihre Fresken stellen
Jesus am Kreuz, den Einzug in Jerusalem, die Begrabung der Maria und die
Verkündigung dar.
BAHATTIN SAMANLIGI-KIRCHE (Belisirma)
Die Kirche besteht aus einem Gang mit je einer in die Nord- und in
die Westwand eingehauenen Zellen, drei Zellen in der Südwand und einem
Tonnengewölbe.
DIREKLI (PFEILER)-KIRCHE (Belisirma)
Eine Tür in der Kirche führt zu den Gräbern der Mönche
und den Aufenthaltsräumen der Priester. Die Säulen sind zweireihig
bemalt. Zu beiden Seiten der Heiligen und Aposteln sind Inschriften zu
sehen. Es handelt sich um eine Klosterkirche, die zwischen dem XI. und
XII. Jahrhundert erbaut wurde.
DIE ALA-KIRCHE (Belisirma)
Die Kirche liegt nördlich des Dorfes und wurde in den Felsen am
Osthang des Tals eingehauen. Die Fresken in den oberen Abschnitten der
Wände stellen die Zwölf Aposteln und andere Heilige, ferner die
Geburt, den Einzug in Jerusalem, die Flucht aus Ägypten und die Verkündigung
dar.
DIE KARAGEDIK-KIRCHE (Belisirma)
Die große Kirche wurde auf einer Wiese über einem Steilhügel
erbaut. Sie stammt aus dem XI. Jahrhundert und ist ein typisch byzantinisches
Bauwerk. Die Einheimischen nennen sie Camli Kilise (Kirche aus Glas).