MERKEL WILL BEI ZYPERNFRAGE VERMITTELN
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für die Einhaltung
des Ankara-Protokolls und die Lösung der Zypern-Frage ausgesprochen. Merkel
kam mit den Vertretern der türkischen Medien zusammen und bewertete die
Beziehungen zwischen der Türkei und der EU. Dabei bezeichnete sie das Ankara-Protokoll
als ein Hindernis gegen die EU-Mitgliedschaft der Türkei. Daher müsse das
Protokoll eingehalten werden. Merkel kündigte Kontakte in Südzypern Anfang
2011 an, um die in dieser Angelegenheit auf sie zufallenden Aufgaben zu
erfüllen. Die Türkei sei ein bedeutender Verbündeter im Nahen Osten, und
in Organisationen wie G-20 und NATO. Deutschland halte die zuvor im Zusammenhang
mit der EU-Mitgliedschaft der Türkei vereinbarten Abkommen ein. Im Zusammenhang
mit der Migration-Problematik sagte Merkel, dass sie auch die Bundeskanzlerin
aller Menschen mit Migrationshintergrund ist. (Akþam)
ERDOÐAN STELLT EINE ‚SCHENGENER ABKOMMEN‘ ÄHNLICHE VEREINBARUNG IN
AUSSICHT
Nach der Verleihung des „Führungspreises 2010“ im Inter Continental
Hotel in Beirut an Recep Tayyip Erdoðan am Rande der Konferenz arabischer
Banken teilte der türkische Premier mit, dass in der Region eine Neustrukturierung,
ähnlich des Schengener Abkommens, in Gang gebracht werden sollte und dies
im Interesse der ganzen Region sei. In Anbetracht der Tatsache, dass in
jüngster Zeit die Visapflicht der Reihe nach mit Syrien, Libyen, Jordanien
und dem Libanon aufgehoben wurde, erklärte Erdoðan: „Das hat uns keinen
Schaden bereitet. Im Gegenteil, es hat uns eindeutig gezeigt wie bedeutungslos
diese Visapflicht ist. Was eigentlich aufgehoben wurde, war nicht die Visapflicht
sondern die seit 100 Jahren andauernde Sehnsucht der Völker. Unsere Völker
umarmen sich. Unsere Geschäftsmänner reisen hin und her. In der Region
profitieren alle davon. Die EU verharrt auf ‚Schengen‘. Na gut, warum sollten
wir auch nicht etwas Ähnliches hier machen. Was soll diese Angst, dieser
Vorbehalt? Das ist nicht begreifbar. Niemand soll sich davon unwohl fühlen.
Wir wollen hier in der Region Frieden, Wohlbehagen und Stabilität.“ (Milliyet)
DAVUTOÐLU REIST NACH WASHINGTON
Der Außenminister Ahmet Davutoðlu reist morgen in die USA. Die Reise
von Davutoðlu wird vier Tage dauern. Der Außenminister wird dort mit der
US-Außenministerin Clinton, mit Tom Donilon, Obama‘s Nationaler Sicherheitsberater,
Steny Hoyer, Abgeordneter der Demokratischen Partei in Repräsentantenhaus,
John Kerry, US-Senator und Vorsitzender des Ausschusses des Senats der
Vereinigten Staaten zur Außenpolitik Senator und US-Senator Richard Lugar
zusammen kommen. Davutoðlu wird dort bemühen die Bedenken der USA gegenüber
Ankara zu beseitigen. (Sabah)
EIN STARKES JAPAN DANK TÜRKISCHER ERFAHRUNGEN VORAUSSEHBAR
Der zum Anlass des 18. türkisch-japanischen Arbeitsrats eine Rede haltende
japanische Vizeminister des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie
Tadahiro Matsushita deutete darauf hin, dass Japan eine junge Bevölkerung
wie die der Türkei benötigt. „Wir dürfen nicht untätig und benommen sein.
Wir sollten aus den Erfahrungen der Türkei Profit machen, so viel wie möglich
lernen und ein starkes Japan schaffen“, so Matsushita. (Star/ AA)
UN-GENERALSEKRETÄR BAN KI-MOON :„DER PROZESS IN ZYPERN KÖNNTE AM
ENDE TÖDLICH AUSFALLEN“
Der einen Zypern-Report ausgearbeitete UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon
warnte davor, dass spätestens bis kommenden Sommer eine nachhaltige Lösung
in der Zypern-Frage gefunden werden muss. Ansonsten könnte der Verhandlungsprozess
„am Ende tödlich ausfallen“, so Moon. (Akþam)
Merkel will bei Zypernfrage vermitteln + Erdogan für Visafreiheit +
Davutoglu in Washington + Starkes Japan dank Türkei