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11.11.2010 |
| Israel soll sich Entschuldigen - Todestag von Atatürk - Erdogan beim G-20 Gipfel |
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ISRAEL MUSS SICH ENTSCHULDIGEN UND
ENTSCHÄDIGUNG ZAHLEN
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan gab dem französischen
Fernsehsender France 24 ein Interview. Dabei erneuerte Erdoðan, dass
sich Israel für den Angriff auf die Gaza Hilfsflotte, bei dem neun
türkische Staatsbürger ums Leben kamen, entschuldigen und Entschädigung
zahlen müsse. Erdoðan antwortete auf eine Frage hinsichtlich der
Verbesserung der Beziehungen zwischen der Türkei und Israel “Israel
muss sich entschuldigen und Entschädigung leisten. Erst danach können
wir uns an einen Tisch setzen und verhandeln. Der Grund für den
jetzigen Zustand der Beziehungen beider Länder ist allein Israel. Wie
kann man einen Angriff auf einen Hilfskonvoi, der anderen Menschen
Hilfe leisten möchte und auf der ganzen Welt Menschen transportiert,
vergessen?”
Erdoðan erinnerte auch daran, dass der Angriff auf den Hilfskonvoi in
internationalen Gewässern verwirklicht wurde und sagte “Wurden Waffen
gefunden? Nein… Also kann so ein Verhalten in keinerlei Weise
gerechtfertigt werden.” (Sabah)
TODESTAG VON ATATÜRK
Gestern wurden in der ganzen Türkei Gedenkfeiern veranstaltet.
Anlässlich zum 72. Jahrestag des verstorbenen Mustafa Kemal Atatürk‘s
besuchte der Staatsgipfel das Mausoleum von Atatürk. Die Staatsführung
unter Leitung von Staatspräsident Abdullah Gül legte vor dem Grabmal
Atatürks einen Kranz nieder. Um 9.05 Uhr, dem Todeszeitpunkt von
Atatürk wurde eine Schweigeminute abgehalten. Staatspräsident Gül
unterzeichnete auch das Ehrenbuch. (Sabah)
ERDOÐAN NIMMT AN DEM G-20 TREFFEN TEIL
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan reiste gestern zur Teilnahme an
dem G-20 Gipfeln in Seoul nach Südkorea. Erdoðan wird bei seiner Reise
vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Ali Babacan, Staatsminister
Mehmet Aydýn, Finanzminister Mehmet Þimþek sowie vom Energieminister
Taner Yýldýz begleitet. Bei dem G-20 Gipfel in Seoul werden die
allgemeine Wirtschaftslage und die Situation auf den Weltdevisenmärkten
erörtert. Weitere Themen werden unter anderem Reformen der
internationalen Finanzorganisationen sowie der Kampf gegen die
Korruption sein.
Nach dem G-20 Gipfel wird Erdoðan zu einem zweitägigen Staatsbesuch
nach Bangladesch weiterreisen. Im Rahmen seines Besuchs in Bangladesch
wird Ministerpräsident Erdoðan mit dem Staatspräsidenten des Landes,
Zillur Rahman, der Ministerpräsidentin, Sheikh Hasina und der
Oppositionsführerin Khaleda Zia zusammenkommen.
Ministerpräsident Erdoðan, veranstaltete vor seinem Abflug nach Seoul
auf dem Esenboða Flughafen eine Pressekonferenz und beantwortete Fragen
der Journalisten. Erdoðan bewertete unter anderem den
Erweiterungsbericht der EU, die jüngsten Entwicklungen bezüglich der
wirtschaftlichen Maßnahmen und der Innenpolitik. (Milliyet-Hürriyet)
FT: „DIE TÜRKEI SOLLTE UNTERSTÜZT WERDEN“
Die britische Tageszeitung „Financial Times" gab in einem seiner
Leitartikel bekannt, dass die EU-Mitgliedsstaaten die Türkei auf dem
Weg in die EU unterstützen sollten. In dem Artikel unter der
Schlagzeile "Hoffnungslosigkeit der Türken" wurde darauf hingewiesen,
dass die Fortsetzung der Reformen -trotz der Blockade neuer
Verhandlungskapitel- die schlechte Absicht der Europäischen Union
darlegen könnte. Seit dem einstimmigen Beschluss zur Aufnahme der
Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sind nun 5 Jahre vergangen. Im
selben Artikel wurde auch der Fakt dargelegt, dass diejenigen, die
gegen einen Beitritt der Türkei seien, alle Tricks zur Behinderung des
Prozesses einsetzen würden. Die Aufnahme der Türkei, die sehr schnell
wachse und einen wichtigen Einfluss im Nahen Osten habe, werde die EU
in strategischer und wirtschaftlicher Hinsicht stärken. (Milliyet)
Archiv: Türkische Presse
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