GÜL HAT SEINEN PREIS ENTGEGENGENOMMEN
Staatspräsident Abdullah Gül hat gestern in London den Preis vom Chatham
House entgegengenommen. Seinen Preis überreichte ihm die britische Königin
Elizabeth II.
Gül nahm im Rahmen seiner Kontakte auch an der Eröffnung des „Türkischen
Kulturzentrums der Yunus Emre Stiftung” und an der Eröffnung der „Mimar
Sinan Ausstellung“ teil.
Staatspräsident Abdullah Gül gab dem Wirtschaftssender Bloomberg ein
Interview und sagte hinsichtlich des Zypernproblems „Die größte Geste ist
es, auf der Insel eine gleichzeitige Aufhebung der ganzen Embargos zu fordern.
“ Der Financial Times sagte Abdullah Gül „Einige EU Staaten, die die Zukunft
nicht sehen können verzögern den Mitgliedschaftsprozess der Türkei.” Gül
sagte aber auch, dass die Türkei den EU Prozess mit Entschlossenheit fortführen
werde.
Gül äußerte auch, dass die Türkei sich dank ihres wirtschaftlichen Wandels
den BRIC-Ländern, zu denen Brasilien, Russland, Indien und China gehören,
anschließen könnte. (Cumhuriyet)
TÜRKEI ÜBERNIMMT DEN VORSITZ DES EUROPARATES
Die Türkei übernimmt heute für sechs Monate den Vorsitz im Ministerkomitee
des Europarates. Mazedonien wird die Ratspräsidentschaft mit einer Zeremonie
der Türkei übergeben. An der Zeremonie zur Amtsübergabe, die in Strassburg
stattfindet, wird Außenminister Ahmet Davutoðlu teilnehmen
Die Türkei hatte zuletzt im Jahr 1992, unter Führung des damaligen Außenministers
Hikmet Çetin, die Ratspräsidentschaft übernommen.
Davutoðlu wird außerdem ein Abkommen über virtuelle Straftaten und über
die Überstellung verurteilter Personen unterzeichnen. (Cumhuriyet)
ERDOÐAN: „ENDE 2012 WERDEN WIR UNSERE SCHULDEN AN DIE IMF BEGLEICHEN“
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan, erklärte bei seinem Interview
mit der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Türkei bis Ende 2012 ihre
Schulden an den Internationalen Währungsfonds (IMF) begleichen werde. Erdoðan
beantwortete während dem Interview Fragen bezüglich der EU-Vollmitgliedschaft,
der Wirtschaft, dem Iran und dem Raketenabwehrschirmprojekt. Erdoðan kritisierte
das Verhalten der Europäischen Union hinsichtlich der Beitrittsverhandlungen
der Türkei mit einem scharfen Ton und sagte: „Man hat uns an den Toren
der EU für 50 Jahre warten lassen.“ Ministerpräsident Erdoðan übte zudem
Kritik daran, dass seit Beginn der Aufnahmeverhandlungen vor fünf Jahren
die Regeln geändert worden seien und die Türkei im Vergleich zu anderen
Kandidaten diskriminiert werde.
Erdoðan fügte zum Thema bezüglich der Schulden seines Landes an die
IMF hinzu, dass die Türkei im Jahr 2002 ein Darlehen von 23.5 Mrd. Dollar
hatte und sagte: „Heute haben wir Schulden in Höhe von 6 Mrd. Dollar. Und
diesen Betrag werden wir höchstwahrscheinlich bis Ende 2012 begleichen.“
(Milliyet)
DAVUTOÐLU: „DIE TÜRKISCHE KULTUR KANN NICHT VON EUROPA GETRENNT WERDEN“
Außenminister Ahmet Davutoðlu setzt seine Kontakte in Italien fort.
Davutoðlu, der sich wegen des türkisch-italienischen Forums in Rom befindet
ist mit Außenminister Franco Frattini zusammengekommen. Davutoðlu, der
im Barberini Palace eine Rede hielt, vermerkte, dass es nicht möglich sei,
die türkische Kultur von Europa zu trennen.
Davutoðlu sagte außerdem, „Diejenigen, die die türkische Kultur von
Europa trennen, betreiben eine rassistische Politik. Wir sind Europäisch
und werden immer ein Teil von Europa sein.”
Frattini hingegen unterstrich, dass eine Mitgliedschaft der Türkei der
Union einen Pluspunkt verschaffen würde und sagte „Die Vollmitgliedschaft
der Türkei ist zugunsten beider Seiten.”
Davutoðlu und Frattini verfassten zusammen einen Artikel, der in der
italienischen Zeitung La Repubblica veröffentlicht wurde.
Auch hat der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano gestern
in den Abendstunden Außenminister Ahmet Davutoðlu empfangen. Bei dem Gespräch,
dass eigentlich nur 30 Minuten dauern sollte aber eine Stunde dauerte,
kamen Themen wie die türkisch-italienischen Beziehungen und Verhandlungen
zwischen der Türkei und der EU auf die Tagesordnung.(Sabah)
BAÐIÞ: „DER LETZTE BERICHT IST POSITIVER“
Verhandlungsführer und Europaminister Egemen Baðýþ, der den jüngsten
EU-Fortschrittsbericht der Türkei bewertete wies darauf hin, dass der neu
erscheinende Fortschrittsbericht, im Vergleich zu den vorigen 12 Berichten
positiver sei und dies ein Zeichen der Fortschritte der Türkei wäre. Baðýþ
wies darauf hin, dass es nicht ausreichend sei die Berichte nur zu lesen
und zu bewerten. Es sei bedeutender fundamentale Fortschritte zu erzielen.
„Die Türkei ist nicht in einer perfekten Lage und wir haben noch viel zu
tun. Aber im Vergleich mit der Vergangenheit haben wir sehr große und bedeutende
Fortschritte verwirklicht. Dies zeigt und beweist uns, dass wir keine weiteren
13 Jahre mehr warten werden, “ so Baðýþ. (Türkiye)
IRAN: „DIE VERHANDLUNGEN WERDEN AM 23.NOVEMBER STATTFINDEN“
Teheran hat sich für die Wiederaufnahme der Verhandlungen über das iranische
Atomprogramm am 23. November in der Türkei ausgesprochen. Der iranische
Außenminister Manucher Mottaki erklärte, der Iran erwarte die Wiederaufnahme
der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm mit den fünf ständigen
Mitgliedern im UN-Sicherheitsrat und Deutschland am Dienstag den 23. November
oder am 5. Dezember in der Türkei. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan
erklärte diesbezüglich, ein Datum stehe noch nicht fest.
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA, Großbritannien, Frankreich,
China, Russland sowie Deutschland werden seit einem Jahr nicht mehr geführt.
Zuvor hatte die Sechsergruppe die österreichische Stadt Wien als Verhandlungsort
dem Iran vorgeschlagen. (Hürriyet)