ABDULLAH GÜL IN LONDON
Staatspräsident Abdullah Gül hat seine Großbritannien-Reise angetreten.
Am 9. November wird Staatspräsident Abdullah Gül den 2010-Chatham House
Preis entgegennehmen. Den Preis wird die britische Königin Elizabeth II.
überreichen.
Gül ist gestern im Rahmen seiner Reise mit türkischen Bürgern in London
zusammengekommen. An einer Rezeption, die der Botschafter der Türkei Ünal
Çeviköz veranstaltete, nahm Abdullah Gül mit seiner Gattin Hayrünnisa Gül
teil. Bei einem Vortrag, den Gül bei der Rezeption hielt sagte er, dass
in England fast 400 tausend Türken leben und das dies eine sehr wichtige
Zahl ist. Gül unterstrich außerdem, dass England zu den Ländern gehört,
die eine Mitgliedschaft der Türkei unterstützen und sagte “Wir legen großen
Wert darauf, dass wir in so einem Land gut vertreten werden.”
In London wird der Staatspräsident mit Vertretern der türkischen Gemeinde
zusammen kommen und das "Türkische Kulturzentrum der Yunus Emre Stiftung"
eröffnen. Gül sagte „Ich bin mir sicher, dass dieses Zentrum London eine
schöne Atmosphäre verschaffen wird.“(Sabah)
DAVUTOÐLU BEFINDET SICH IM IRAK
Bei den Wahlen am 7. März hat das Bündnis des früheren schiitischen
Regierungschefs Ijad Allawi hat bei der Parlamentswahl im Irak die meisten
Stimmen erhalten. Wie die künftige Regierung aussehen wird, ist aber immer
noch unklar. Seit den Wahlen im Irak herrscht im Land eine Regierungskrise.
Regierungssprecher Ali Al-Dabbað erklärte nun, dass endlich eine Einigung
erzielt wurde. Demnach werden Präsident Celal Talabani und Premierminister
Nuri El Maliki im Amt bleiben.
Außenminister Ahmet Davutoðlu befindet sich derzeit auf einer Irak-Reise.
Davutoðlu kam in Arbil mit Mesud Barzani zusammen und reiste anschließend
nach Bagdad weiter.
Davutoðlu sagte vor der Einigung im Irak, dass er hoffe, dass nach seinen
Gesprächen im Irak, in Sachen der Regierungsbildung wichtige Fortschritte
erzielt werden. Außenminister Davutoðlu hatte außerdem auch bekannt gegeben,
dass die Türkei für eine Regierungsbildung im Irak ihre Arbeiten erweitert
hat und auch regen Telefonverkehr geführt hat. (Cumhuriyet)
MOTTAKI: „DIE ATOMGESPRÄCHE SOLLTEN IN DER TÜRKEI STATTFINDEN“
Der Iran erklärte sich bereit, die internationalen Gespräche über sein
Atomprogramm wiederaufzunehmen und schlug als Verhandlungsort die Türkei
vor. Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki erklärte am Sonntag
vor der Presse in Teheran: „Wir haben unsere türkischen Freunde informiert,
dass wir in Bezug auf diese Gespräche mit der Türkei übereinstimmen.“ Außenminister
Mottaki wies auch darauf hin, der Iran könne "so bald wie möglich" an den
Verhandlungstisch zurückkehren.
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hatte im Namen der 5+1-Gruppe,
die aus den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates (China, Frankreich,
Großbritannien, Russland, USA) sowie Deutschland besteht, Gespräche am
15. November in Wien vorgeschlagen. Die Türkei hatte sich mehrfach als
Vermittler angeboten.
Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau
von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet dies nachdrücklich. Ashton
geht nach früheren Angaben von EU-Diplomaten davon aus, dass bei einem
Treffen auch über die Forderung der internationalen Gemeinschaft nach einem
Stopp der Urananreicherung im Iran gesprochen wird. Der Iran hatte zuvor
mehrfach erklärt, er wolle über regionale Sicherheit und beispielsweise
Israels mutmaßlichen Besitz von Atomwaffen diskutieren. (Milliyet)
FRATTINI: „DIE TÜRKEI VERTRAUT DER EU“
Der italienische Außenminister Franco Frattini erklärte im Vorfeld
des 7. türkisch-italienischen Forums, dass die Türkei bedingungslos zur
EU gehöre. Frattini, der die Fragen der türkischen Tageszeitung „Hürriyet"
beantwortete sagte: „Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan und die Türkei
vertrauen der EU. Unsere Beziehungen zur Türkei sind perfekt und wir unterstützen
ihre EU-Vollmitgliedschaft mit voller Entschlossenheit. Wir haben -außer
der NATO-Mitgliedschaft- weitere gemeinsame Interessen. Die Türkei könnte
eine bedeutende Dialog Rolle zwischen dem Islam und Europa spielen. Wir
sind auch bereit zwischen der Türkei und Israel zu vermitteln und unterstützen
auch den Dialog mit dem Iran.“
Außenminister Franco Frattini betonte unterdessen auch, dass sie eine
sehr gute Freundschaft mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoðlu
haben und Frattini plane ihn beim Forum zu treffen. (Hürriyet)