Presseschau türkische Medien 11.10.2010
Sabah
Die Tageszeitung Sabah titelt mit der Schlagzeile "Instabilität im Irak kann auf die Region überschwappen und schreibt, Außenminister Ahmet Davutoglu habe zu Ehren des Vorsitzenden des irakischen Hohen Islamrats, Sayid Ammar Al Hakim in Ankara ein Arbeitsessen gegeben. Dem Zeitungsbericht zufolge habe Davutoglu vor dem Essen im Außenministerium Journalisten erklärt, Ankara hoffe, der Irak finde nach Parlamentswahlen zu einem noch stabileren Staatsgefüge. Selbstverständlich liege aber die endgültige Entscheidung einer Regierungsbildung bei den Irakern und die Aufgabe seiner Nachbarn sei, dem Irak zu helfen. Die Türkei hoffe, dass der Irak in den kommenden Tagen eine Regierung mit allen Vertretern bilde.
Hürriyet
Hürriyet schreibt bezüglich der selben Nachricht, Davutoglu habe bei dem Treffen vermerkt, zwischen der Türkei und dem Irak gebe es starke historische Verbindungen und der Wohlstand sowie die Ruhe im Irak sei genauso wichtig wie für Ankara selbst. Laut Zeitung habe Al-Hakim geäußert, die konstruktive Rolle der Türkei werde sowohl in der arabischen als auch in der islamischen Welt sehr geschätzt.
Milliyet
Milliyet bringt heute die Schlagzeile "Kirgisitan für Demokratie zur Wahl gegangen" und berichtet über die Parlamentswahlen im Land. Zwei Millionen 836 Tausend 567 Wahlberechtigte im Inland und 76 557 im Ausland hätten ihre Stimmen abgegeben. Insgesamt hätten sich 29 Parteien registrieren lassen und 3480 Kandidaten hätten sich um 120 Mandate beworben. Für eine Vertretung im Parlament würde eine Fünf-Prozent-Hürde gelten. Von sechs Parteien werde erwartet, dass sie die Fünf-Prozent-Hürde schaffen und ins Parlament einziehen werden.
Haber Türk
Das Blatt Haber Türk titelt mit der Schlagzeile " Grünes Licht aus Pakistan für NATO-Konvois" und schreibt, das pakistanische Außenministerium habe verlauten lassen, dass die NATO Tanklaster-Konvois für Afghanistan nach zehn Tagen, die Grenze über Pakistan wieder passieren dürfen. Dem Zeitungsbericht zufolge habe die pakistanische Regierung nach dem unbemannten US-Drohnenangriff in der Grenzregion von Afghanistan, wo fünf pakistanische Soldaten ums Leben gekommen seien, aus Protest gegen die Operationen, das Passieren der NATO-Konvois blockiert.
Star
Star berichtet im Wirtschaftsteil, auf der Tagung des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses (IMFC) sei keine Einigung im Währungsstreit erzielt worden.
Der Nachricht zufolge habe der IMFC in seiner Abschlusserklärung darauf hingewiesen, ein Maßnahmeplan um den Spannungen an den Devisenmärkten entgegenzuwirken sei nicht getroffen worden und die Jahrestagung sei ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen.