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02.12.2011 |
| US-Vizepräsident in der Türkei + 11 EU-Mitgliedsländern unterstützen die Türkei + Außenminister spricht mit Familie der Neonazi-Mordopfer + Bülent Arinç über Syrien + Staatspräsident in Kirgisistan |
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Staatspräsident in Kirgisistan
Der neu gewählte kirgisische Staatspräsident Almasbek Atambajew hat
gestern mit einer offiziellen Zeremonie sein Amt von Rosa Otunbajewa
übernommen. Staats- und Regierungschefs von etwa 50 Ländern haben
an der Zeremonie teilgenommen. Staatspräsident Abdullah Gül hat auch an
der Übergabezeremonie teilgenommen. In seiner Rede sagte Atambajew:
„Wir werden die Unterstützung der Türkei und der internationalen
Gesellschaft nicht vergessen.“
Nach der Zeremonie kamen Gül und Atambajew zu einem Gespräch zusammen.
Das Gespräch wurde der Presse geschlossen geführt.
SABAH-TÜRKÝYE - 02/12/2011
Bülent Arýnç über Syrien
Vizepräsident Bülent Arýnç beantwortete nach dem Türkisch-Arabischen
Forum in Istanbul die Fragen der arabischen Journalisten. Arýnç
betonte, dass sie ernsthaft über eine Pufferzone in Syrien nachdenken.
Arýnç unterstrich, dass die Türkei die Entscheidung der Arabischen Liga
richtig und rechtmäßig findet und erinnerte daran, dass Außenminister
Ahmet Davutoðlu erläutert hat, wie die Türkei die Entscheidungen in die
Tat umsetzen wird.
Arýnç deutete auch darauf hin, dass das syrische Volk auf keinen Fall
von den getroffenen Maßnahmen Schaden tragen sollte. „Syrien deckt
ihren Wasserbedarf von der Türkei. Wenn wir den Wasserbedarf von Syrien
kappen, dann wird Syrien großen Schaden davon tragen. Wir werden Syrien
das Wasser auf keinen Fall abdrehen. Auch werden wir ihnen den Strom
nicht abdrehen. Aber auf der Staatsebene, im Bereich der politischen
Beziehungen und im kommerziellem Bereich werden wir große Maßnahmen
treffen“, so Arýnç.
Die Türkei erließ am Mittwoch ein Einreiseverbot für syrische
Regierungspolitiker und untersagte Geschäfte mit der syrischen Führung,
der syrischen Zentralbank und mit regierungstreuen Unternehmern.
HÜRRÝYET - 02/12/2011
Außenminister spricht mit Familie der
Neonazi-Mordopfer
Außenminister Ahmet Davutoðlu, der gestern für einen viertägigen Besuch
nach Deutschland reiste hat den Familien der Neonazi-Mordopfer in
Deutschland Unterstützung zugesagt. Davutoðlu sprach mit der Familie
von Süleyman Taþköprü, der mutmaßlich im Jahr 2001 von der Zwickauer
Terrorzelle ermordet wurde. Davutoðlu sprach mit der Witwe und dem
Vater und sagte „Wir werden die Familie mit allen uns zur Verfügung
stehenden Mitteln unterstützen. Der schwere Verlust kann mit nichts
wiedergutgemacht werden.“ Im Anschluss besuchte Davutoðlu die
DITIB-Türkisch-Islamische Gemeinde in Hamburg-Hamm. Dort traf er auch
Angehörige der Opfer des Brandanschlags von Mölln und die Ehefrau des
1986 in Hamburg ermordeten Ramazan Avci.
Unterdessen lobte Davutoðlu die erfolgreiche Integration der Türken in
den vergangenen 50 Jahren in Deutschland, verurteilte aber gleichzeitig
die terroristischen Taten der Neonazis. "Die Morde haben eine
politische Dimension des rassistischen Terrors. Es muss möglich sein,
friedlich und ohne Angst durch Hamburgs Straßen zu gehen.”, so
Davutoðlu.
Am Abend reiste Außenminister Davutoðlu nach Hessen weiter. Weitere
Stationen seines viertägigen Deutschlandbesuchs sind laut türkischem
Außenministerium unter anderem Wiesbaden, München, Berlin, Köln,
Düsseldorf und Bonn. Davutoðlu will auch an der Afghanistan-Konferenz
auf dem Petersberg bei Bonn teilnehmen. HÜRRÝYET - 02/12/2011
11 EU-Mitgliedsländern unterstützen
die Türkei
In einem gemeinsamen Artikel haben Außenminister von 11
EU-Mitgliedsländern ihre Unterstützung für die Türkei zum Ausdruck
gebracht. In dem gestern veröffentlichten Artikel von EUobserver lobten
Außenminister von Deutschland, Großbritannien, Italien, Schweden,
Finnland, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Litauen, Lettland und Estland
die Türkei. In dem Artikel hieß es „Insbesondere ist die Türkei
ein wichtiger Partner als neue Wirtschaftsmacht für den Binnenmarkt und
eine wachsende regionale Macht, die einen Beitrag für unsere
gemeinsamen außenpolitischen Bemühungen leisten kann. Wir glauben fest
daran, dass der türkische Beitrittsprozess Vorteile sowohl für die EU
als auch für die Türkei hat.“ SABAH - 02/12/2011
US-Vizepräsident in der Türkei
US-Vizepräsident Joe Biden ist für einen offiziellen Besuch gestern
Abend in Ankara eingetroffen. Biden war vor seiner Ankunft in der
Türkei im Irak. Hier ist er mit irakischen Regierungsvertretern
zusammengekommen. Joe Biden wird nach seinen Kontakten in Ankara nach
Istanbul weiterreisen. Hier wird er am Samstag am 2. Internationalen
Unternehmergipfel teilnehmen. Es wird erwartet, dass er in Istanbul
auch mit Staatspräsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep
Tayyip Erdoðan zusammenkommt und Gespräche führt.
Joe Biden wir auf seiner Reise von einer großen Delegation begleitet.
In der Delegation von Biden befinden sich amerikanische Soldaten, die
insbesondere gegen chemische und biologische Angriffe ausgebildet sind.
Auch wurden vor der Ankunft von Biden große Sicherheitsmaßnahmen
getroffen. Biden wurde am Flughafen von einem gepanzerten Wagen
abgeholt und in sein Hotel, in dem er bleiben wird gebracht.
Bei seinen Gesprächen mit Staatspräsident Abdullah Gül und
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan werden voraussichtlich Themen
wie die Zypern-Frage, der arabische Frühling, Syrien, die
Normalisierung der türkisch-armenischen Beziehungen, Afghanistan, die
Beziehungen zwischen der Türkei und Israel sowie die Reformen in der
Türkei auf der Tagesordnung stehen.
Joe Biden wird nach seinen Kontakten in der Türkei nach Griechenland
weiterreisen. SABAH-MÝLLÝYET - 02/12/2011
Archiv: Türkische Presse
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