Dervis Eroglus Botschaft zum Siegesfest am 30. August
In seiner Botschaft hob Eroglu die Aussage von Atatürk "Freiheit und
Unabhängigkeit sind mein Charakter" hervor und sagte, eine mit diesem Grundsatz
auf dem Unabhängigkeitspfad voranschreitende große und starke Türkei sei
die einzige Sicherheit für Unabhängigkeit und Souveränität des zyprisch-türkischen
Volkes.
Trotz aller Verhinderungen, Provokationen und zeitverschwenderischen
Strategien der Zyperngriechen setzte Nordzypern mit Geduld den Verhandlungsprozess
fort. Nun sei man am Ende angelangt. Nordzypern wolle eine dauerhafte und
ehrenhafte Lösung, die die Realitäten auf der Insel berücksichtigt und
eine kontinuierliche Partnerschaft von zwei souveränen Völkern ermöglicht.
Nordzypern werde nicht akzeptieren, dass die Zyperntürken Opfer und Geschädigte
einer Nichtlösung werden, heißt es in der schriftlichen Botschaft den nordzyprischen
Staatspräsidenten Eroglu weiter.
Fastenbrechen mit den Vertretern der Minderheitengemeinden
Erstmals in der Geschichte der Türkischen Republik ist ein Ministerpräsident
bei einem Fastenbrechen mit den Vertretern der 162 Minderheitengemeinden
zusammengekommen.
Das Fastenbrechen verlief in einer sehr intimen Stimmung. Ministerpräsident
Recep Tayyip Erdogan sagte, die Probleme aus früher gehörten nun der Vergangenheit
an. Die Zeiten, in denen in der Türkei wegen dem Glauben, der ethnischen
Abstammung, Kleidung oder Lebensweise unterdrückt wurden, gehörten nun
der Vergangenheit an. In der Türkei seien alle Bürger von der Verfassung
und den Gesetzen gleichgestellt und jeder einzelne Bürger der 74 Millionen
Staatsbürger sei ein Bestandteil dieses Landes, betonte Erdogan. Die Reformen
im Zusammenhang mit der Europäischen Union würden fortgesetzt.
Zu dem Regierungserlass über die Immobilien der Minderheiten sagte Erdogan,
die Angelegenheit, die der Türkei seit Jahren auf internationaler Ebene
Schwierigkeiten bereitet habe, sei nun gelöst worden. Grundrechte und Freiheiten
könnten nicht als Spende oder Gnade betrachtet und dargestellt werden.
Die Regelung der Minderheiten-Immobilien wurde von den Vertretern der Gemeinden
begrüßt.
Rede an die Nation
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Ereignisse im Nahen
Osten und in Afrika bewertet.
Im Zusammenhang mit den jüngsten Entwicklungen in Syrien betonte Erdogan,
mit Gewalt, Tyrannei und Ermordung von auf den Straßen demonstrierenden
unbewaffneten Menschen könne kein Regime aufrecht erhalten werden. Der
einzige Ausweg sei der Stopp der Gewalt und Verständnis für die Forderungen
der Bevölkerung. Das Schicksal jener, die diesen Ausweg nicht bevorzugt
hätten, habe man in den letzten Monaten in Tunesien und Ägypten gesehen.
Und in diesen Tagen seien die Ereignisse in Libyen eine Lehre und würden
mit Bedauern verfolgt, sagte Ministerpräsident Erdogan.
Über den Erfolg der Opposition in Libyen vermerkte Erdogan, die Türkei
habe sich intensiv darum bemüht, dass in der Region so bald wie möglich
wieder Ruhe einkehrt. Auch künftig werde die Türkei dem Frieden in der
Region aktiv beitragen. Zudem gratulierte Ministerpräsident Erdogan der
ganzen Menschheit zum Ramadan-Fest .
Außenministerium warnt türkische Staatsbürger von syrischen Landstraßen
Das Außenministerium hat türkische Staatsbürger gewarnt, die auf syrischen
Landstraßen fahren müssen.
In der entsprechenden Erklärung steht, seit den jüngsten Entwicklungen
in Syrien sei ein Personen- und Sachschaden bei türkischen Staatsbürgern,
die von der aus Türkei verschiedene syrische Städte anführen oder über
Syrien andere Länder erreichen wollten, zu beobachten.
In diesem Rahmen werden alle türkischen Staatsbürgern, die nach oder
über Syrien fahren müssen, davor gewarnt, dass sie gefährdet sind, solange
die Sicherheitslage in Syrien nicht wiederhergestellt worden ist. Mit dieser
Kenntnis sollten alle türkischen Fahrer ihre Fahrten tagsüber und wenn
möglich als Konvoi unternehmen. Eine Rast sollt nur in bevölkerungsreichen
Ortschaften bevorzugt werden. Bei einem Vorfall sollte die Botschaft in
Damaskus und das Generalkonsulat in Aleppo umgehend kontaktiert werden,
so die Erklärung des Außenministeriums.