PKK-Gipfel in Ankara
Die Türkei und die USA haben gestern in Ankara im Rahmen einer Versammlung
ihre Strategie für 2012 bezüglich der PKK auf den Tisch gelegt. Für die
Versammlung kamen Vertreter aus dem US-Verteidigungsministerium, dem türkischen
Geheimdienst MIT und dem Generalstab zusammen.
Ziel der Versammlung war Maßnahmen im Kampf gegen den Terror zu treffen.
Informationen zufolge sollen dementsprechend 8 Stützpunkte der PKK im Nord
Irak vernichtet und die jährlich 500 Million Dollar hohe Finanzquelle der
PKK, die sie durch Rauschgift, Schmuggel und weitere Wege gewinnt, blockiert
werden. Unteranderem soll auch der Auslieferungsprozess der PKK Mitglieder,
die international gesucht werden beschleunigt werden. SABAH
Davutoðlu und Salehi zum Atomprogramm
Außenminister Ahmet Davutoðlu trat gestern gemeinsam mit seinem iranischen
Amtskollegen Ali Akber Salehi, der sich für offizielle Kontakte in der
Türkei befindet, vor die Presse. Beide Politiker äußerten sich über das
iranische Atomprogramm und das geplante Raketenabwehrschild mit einem Radar-Standort
im Südost-türkischen Malatya.
Davutoðlu erklärte, dass das geplante Raketenabwehrschild nicht gegen
ihre Nachbarstaaten gerichtet sei. Es werde nur für die Verteidigung dienen.
Zudem sei das Raketenabwehrschild eine strategische Entscheidung der NATO.
Davutoðlu betonte auch die Freundschaft zwischen der Türkei und dem Iran.
Unterdessen sagte der iranische Außenminister Salehi: „Einige zeigen
uns als wären die Türkei und der Iran Rivalen. Aber wir sind zwei Länder,
die sich ergänzen. Die Türkei und der Iran sind zwei Äste eines Baumes.“
Ein weiteres Gesprächsthema zwischen Davutoðlu und seinem Amtskollegen
war das iranische Atomprogramm. Salehi beanspruchte eine Frist Verlängerung
für die Verkündigung der neuen EU-Sanktionen und sagte, er persönlich wünsche
sich eine Abhaltung der Verhandlungen in Istanbul. Zudem kamen auch die
jüngsten Entwicklungen im Irak auf die Tagesordnung der Politiker. Davutoðlu
betonte, dass sich die Türkei in keine Innenangelegenheiten eines Landes
einmischt. SABAH-HÜRRÝYET
Baðýþ: "Historische Entscheidung"
Europaminister Egemen Baðýþ hat gestern die Mitglieder des Außenministerrates
zu einem Abendessen im EU-Ministerium eingeladen.
Der Bericht des Außenministerrates über den französischen Gesetzesantrag,
der die Bestrafung der Leugnung der Vorfälle von 1915 vorsieht, sei eine
historische Entscheidung sagte Baðýþ. Desweiteren betonte er, dass er die
Entscheidung des Rates eine große Bedeutung beimesse.
Im Hinblick auf die türkisch-französische Beziehungen bezeichnete Baðýþ
den Beschluss des Gesetzesausschusses des französischen Senats als hellsichtig.
SABAH
Bartholomäus bedankt sich bei Erdogan
Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Fener, Bartholomäus I. bedankte
sich bei Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoðan und an Bildungsminister
Ömer Dinçer, für die Eröffnungsgenehmigung der griechischen Schule in Gökçeada
nach 48 Jahren. Nach einem Gottesdienst in der Jungfrau Maria Kirche äußerte
sich Bartholomäus zum Thema und sagte: „Wir ernten jetzt die Früchte unserer
Geduld. Auch wenn sich nur ein Schüler für die Schule anmeldet, trägt die
Eröffnung der Schule große Bedeutung.“ HÜRRÝYET
Geste der kurdischen Verwaltung
Die regionale Verwaltung im Norden Iraks, hat für die Erstellung eines
Türkischen Kultur Zentrums den Grundstück in Sulaimaniyya zugewiesen. Das
gab der Vorsitzende der regionalen Verwaltung im Norden Iraks, Berham Salih
persönlich an den türkischen Wirtschaftsminister Zafer Çaðlayan bekannt,
der sich am Vortag in Sulaimaniyya befindete. Darauf hin sagte Çaðlayan:
„Herr Ministerpräsident, sie können sich sicher sein, dass diese Geste
nicht gegenwertlos bleiben wird. Dieses Kultur Zentrum wird für die Freundschaft
und Bruderschaft zwischen beiden Länder beitragen.“ AKÞAM