Türkei erwartet 1Million Flüchtlinge aus Syrien
Immer mehr Syrer fliehen vor der Gewalt in ihrem Land in die Türkei. Innerhalb
von 48 Stunden strömten mehr als 1.000 Menschen aus Furcht vor einer neuen
Militäroffensive über die Grenze. Die Regierung in Ankara erwartet insgesamt
eine Million Flüchtlinge.
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan hatte erklärt, die Grenze bliebe für
verfolgte Zivilisten offen. Die Türkei beobachte die Entwicklungen in Syrien
mit Sorge. Erdoðan forderte Assad auf, tolerant auf die Proteste der Syrer zu
reagieren.
Angesichts der drohenden Eskalation hatte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan
zugesagt, die Türkei werde weiterhin Flüchtlinge aufnehmen.
An den Grenzen werden Krankenwagen bereitgestellt und provisorische Zeltstädte
errichtet, um die Flüchtlinge aufzunehmen, hieß es in türkischen
Presseberichten. Es wird berichtet, dass die Türkei 13 Millionen Euro für die
Aufnahme der Flüchtlinge bereitstellt.
Die Unruhen in Syrien hatten Mitte März in der an Jordanien angrenzenden Stadt
Deraa begonnen. Die Massenproteste griffen auf weitere Regionen des Landes
über. Bei Zusammenstößen mit Ordnungskräften kamen über 1.200 Menschen ums
Leben.
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan deutete darauf hin, dass sie die
Entwicklungen in der Region verfolgen und sagte: “Wir treffen unsere
Vorbereitungen und wir sind dazu bereit alle notwendigen Schritte zu
unternehmen. Aber für uns ist der Freitag und Sonntag besonders wichtig.”
HÜRRÝYET-CUMHURÝYET-AKÞAM - 10/06/2011
100 Millionen Dollar-Hilfe lybische Oppositionelle
Auf der Versammlung der internationalen lybischen Kontaktgruppe gab die Türkei
vertretend von Außenminister Ahmet Davutoðlu
bekannt, dass die Türkei dem Nationalen Übergangsrat in Libyen 100 Millionen
Dollar-Hilfe gewährleisten werde.
Beim dritten Treffen in Abu Dabi waren 20 Außenminister anwesend, um die
finanziellen Hilfeforderungen der lybischen Oppositionellen zu besprechen.
Vizechef des Übergangsrates Abdul Hafiz Ghoga erläuterte, der vorübergehende Mechanismus
für Anschaffung von Fonds habe begonnen. SABAH - 10/06/2011
Staatsfernsehens ERT berichte über Erdoðan
In dem Programm „Private Missionen” das von dem Diplomatie Korrespondenten des
griechischen Staatsfernsehens ERT, Fanis Papathanasiou vorbereitet und
vorgetragen wurde, wurde dem Lebenslauf von Ministerpräsident Recep Tayyip
Erdoðan Platz gegeben. Die Sendung dauerte ungefähr eine Stunde.
In der Sendung wurde sich vor allem mit der politischen Karriere von
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan, der in Kasýmpaþa auf die Welt gekommen
ist, befasst. Auch wurde die Meinung von Familienfreunden übertragen.
In der Sendung stand vor allem Sümmeyye Erdoðan, die Tochter von
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan im Mittelpunkt. Es wurde unterstrichen,
dass Sümmeye Erdoðan ihren Vater nie alleine lässt. Auch wurde in der Sendung
einer Äußerung von Sümmeye Erdoðan, die sie in Trabzon machte, Platz gegeben.
Hier antwortet Sümmeye Erdoðan auf eine Frage, ob sie in die Politik möchte
folgend: “So einen Plan habe ich nicht. Ich bin nur meinem Vater behilflich.”
Auch befassten sich zahlreiche andere Zeitungen mit den Wahlen in der Türkei,
die am 12. Juni stattfinden werden. SABAH - 10/06/2011
Kandidatur von Ursula Plassnik gescheitert
Die Kandidatur von Ex-Außenministerin Ursula Plassnik für den Posten des
OSZE-Generalsekretärs ist gescheitert. Die Türkei habe bei einer Sitzung der
OSZE-Botschafter am Donnerstag in Wien an ihrem Einspruch gegen Plassnik
festgehalten, teilte Außenminister Michael Spindelegger in einer Aussendung
mit.
Das Veto der Türkei hat zwischen der Türkei und Österreich zu einer
diplomatischen Krise geführt.
Spindelegger reagierte empört, weil ihm angeblich Präsident Abdullah Gül noch
Anfang Mai, während seines Besuches vor Zeugen zugesagt habe, dass die Türkei
und Österreich ihre OSZE-Bewerber nicht gegenseitig blockieren würden. Ankara
dementiert dies.
Davutoðlu hingegen hatte zuletzt erklärt, dass sich der türkische Einspruch
nicht gegen Österreich richte, sondern gegen Plassnik, weil sie die europäische
Identität der Türkei infrage gestellt habe. Die Ex-Außenministerin hätte 2005
den Beginn der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei beinahe zum Platzen
gebracht, weil sie auf der Aufnahmefähigkeit der EU als Kriterium für einen Abschluss
der Verhandlungen beharrte.
HÜRRÝYET - 10/06/2011
Die Touristenzahl in Istanbul ist angestiegen
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres ist die Anzahl der Touristen um 15
Prozent gestiegen. Istanbul, die Kulturhauptstadt 2010, besuchten im Januar 378.380,
im Februar 431.481, im März 556.113, im April 694.959 und im Mai 729.860
Touristen. Die meisten Touristen kommen aus Deutschland und Russland.
Letztes Jahr besuchten in den ersten fünf Monaten des Jahres 2.434.371
Millionen Touristen Istanbul. SABAH - 10/06/2011
10.06.2011: Hilfe, Lybische Oppositionelle, ERT Erdogan, Kandidatur, Ursula Plassnik, Touristenzahl, Istanbul, Gestiegen
09.06.2011: Flüchtlingswelle, Syrien, Libyen-Kontaktgruppe, Präsidenten, Verwaltungsgericht, EU, Nabucco, Weltbank, Wachstums- Prognose
08.06.2011: Abdullah Gül, Polen, Beziehungen, Frankreich, Türkei, Davutoglu, Fatah, Hamas, Importverbot, europäisches Gemüse, Russland
07.06.2011: Der Spiegel, Regionalmacht, Arbeitsmöglichkeit, UN, Ban Ki-Moon, Amtszeit, Empfang, Gül, Wahlen, Mazedonien, Türkei Wahlen
06.06.2011: EHEC- Fall, Türkei, 100. Gründungsjahr, Türkische Luftwaffe, Präsidialsystem, Polen, Inflation, Stieg
Archiv: Türkische Presse
|