Libyen: Angriff auf Generalkonsulat der Türkei
In Libyen sind das Generalkonsulat der Türkei und das Hilfsschiff des
türkischen Roten Halbmondes angegriffen worden. Circa 400 Menschen versammelten
sich vor dem Generalkonsulat in Bengazi und protestierten gegen Ministerpräsident
Recep Tayyip
Erdogan.
Der Versuch von einigen Demonstranten, die türkische Flagge vor dem
Generalkonsulat herunter zu holen, wurde von Anführern der Gruppe verhindert.
Gestern durfte das Hilfsschiff des Türkischen Roten Halbmondes in den Hafen
von Bengazi nicht einlaufen. Als es zu Streitigkeiten kam, verließ das
Schiff den Hafen.
Der Generalkonsul in Bengazi Ali Davutoglu, sagte, das anonyme Anrufer
das Personal bedroht haben. Doch habe er nicht mit einem Angriff auf das
Generalkonsulat gerechnet. Der Sprecher des Außenministeriums Selcuk Ünal
bezeichnete den Vorfall als eine provokative Aktion einer kleinen Gruppe.
Die Türkei verfolge die Entwicklungen aus nächster Nähe.
Vor wenigen Tagen wurde in Bengazi eine Demonstration gegen Ministerpräsident
Recep Tayyip Erdogan veranstaltet. Erdogan hatte sich auf der Libyen-Konferenz
in London, gegen die Bewaffnung der Regimegegner gestellt.
Abdullah Gül traf indonesischen Amtskollegen
Am zweiten Tag seiner Reise nach Indonesien traf Staatspräsident Abdullah
Gül seinen indonesischen Amtskollegen, Susilo Bambang Yudhoyono im
Freiheitspalast in der Hauptstadt Jakarta. Nach der offiziellen Begrüßungszeremonie
kamen Gül und Yudhoyono zu einem Tete-a-Tete Gespräch zusammen. Anschließend
fanden die Gespräche zwischen den Delegationen beider Länderstatt.
Nach den Gesprächen wurden die Dokumente über Visumsfreiheit für diplomatische
und Dienstpässe sowie Kooperationen bei Katastrophenverwaltung unterzeichnet.
Gül und Yudhoyono betonten die Entschlossenheit beider Länder die wirtschaftlichen
Beziehungen zu verstärken und das Handelsvolumen auf 5 Milliarden Dollar
zu erhöhen.
Die beiden Staatspräsidenten haben auch an der Versammlung des türkisch-indonesischen
Arbeitsforums teilgenommen. In seiner Rede hat Gül türkische und indonesische
Geschäftsführer aufgerufen in den gegenseitigen Ländern zu investieren.
SABAH-HÜRRÝYET - 06/04/2011
Gül: Mittelmeergebiet gibt es keinen Platz mehr für geschlossene
Regimes
Staatspräsident Abdullah Gül sagte während seines offiziellen Besuchs
in Indonesien, dass in kürzester Zeit, unter der Kontrolle der UN, in Libyen
ein effektiver Waffenstilstand ermöglicht werden sollte. Gül betonte, dass
als erstes das Blutvergießen in Libyen gestoppt werden muss und sagte:
„Im Mittelmeergebiet gibt es keinen Platz mehr für geschlossene Regimes.
Die Demokratie wird sich früh oder spät in der gesamten Region verwirklichen.“
Nach dem Treffen mit seinem indonesischen Amtskollegen, Susilo Bambang
Yudhoyono im Freiheitspalast antwortete Gül bei einer gemeinsamen Pressekonferenz
Fragen bezüglich des Libyen-Konflikts und sagte, dass die Bedingungen für
einen Waffenstilstand in Libyen in kürzester Zeit erfüllt werden müssen.
Dem libyschen Volk sollte nicht mehr lange geschadet werden. Gül betonte
auch: „Die Türkei und Indonesien sind für die Umsetzung eines Waffenstilstands
bereit jeden Beitrag zu leisten.“
STAR - 06/04/2011
Außenminister Ahmet Davutoðlu reiste nach Bahrain
Auf die Einladung des Außenministers von Bahrain Scheich Khaled bin
Ahmedal-Khalifa reiste Außenminister Ahmet
Davutoðlu gestern nach Bahrain. Dort wurde Davutoðlu vom König Hamad
bin Isa Al Chalifa empfangen und besuchte den Ministerpräsidenten von Bahrain
Scheich Chalifa bin Salman Al Chalifa. Die jüngsten Entwicklungen in Bahrain
und in der Region sowie die Bewertung der bilateralen Beziehungen waren
auf der Tagesordnung des Besuches.
Nach seinen Kontakten in Bahrain gab Davutoðlu bekannt, dass er weiter
nach Katar reisen wird, um dort mit dem Mitglied des libyschen Rates Mahmud
Dschibril zusammen zu kommen. Ferner wird Davutoðlu heute nach Syrien reisen.
SABAH - 06/04/2011
Libyen als Prüfung für die NATO
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan gab als Beispiel Afghanistan
und Irak, indem er sagte, dass die NATO in Libyen die Prüfung mit
Erfolg bestehen muss. Erdoðan äußerte sich an der Versammlung seiner AK
Partei bezüglich über ihre Außenpolitik. Die Türkei sei das einzige Land,
das im Nahen Osten mit allen Religionsgemeinschaften und ethnischen Gruppen
im Kontakt steht, so Erdoðan. Der Ministerpräsident betonte auch, dass
sie zu den Entwicklungen im Nahen Osten und in Nord-Afrika immer folgendes
geäußert haben: „Wir wünschen, dass diese Region eine Friedens-Geografie
wird. Ich habe dem NATO Generalsekretär Rassmussen gesagt, dass die NATO
im Gegenteil zu Afghanistan und Irak, die Prüfung in Libyen mit Erfolg
bestehen muss. Die NATO befindet sich seit über 8 Jahren in Afghanistan,
jedoch sind die Entwicklungen nicht wie wir erwartet haben. Die Lage im
Irak ist auch anschaulich.
Unterdessen betonte Erdoðan, dass viele Länder Hilfe von der Türkei
beantragen, dessen Bürger in Libyen festsitzen. Auch die „Guardian“ und
„New York Times“ Zeitungen bittete für die Freilassung ihrer Journalisten
um Hilfe. STAR-TÜRKÝYE - 06/04/2011
Ankara steht in Libyen mit beiden Seiten im Kontakt
Ankara steht in Libyen mit beiden Seiten im Kontakt, um eine Lösung
für den Waffenstilstand zu finden. Nach dem Besuch von Libyens Vize-Außenminister
Abdul Latif al-Obeidi, erwartet man nun auch die libyschen Koalitionsvertreter
in Ankara. Ein Spitzendiplomat vom türkischen Außenministerium sagte: „Die
Türkei steht mit beiden Seiten im Kontakt. Die Koalitionsmächte möchten
den Rücktritt von Gaddafi. Einigung kann es nur geben, wenn Gaddafi geht
oder mindestens in den Rückplan tretet.“
Seefähre "Ankara" ist am Hafen von Çeþme in Izmir
Die Seefähre "Ankara" hat gestern am Hafen von Çeþme in Izmir angelegt.
Das Schiff brachte 479 Menschen darunter 321 verletzte aus der belagerten
libyschen Stadt Misurata und aus der Rebellenhochburg Bengasi für medizinische
Behandlungen nach Izmir. Die Mitarbeiter des Roten Halbmondes haben die
Verwundeten bereits am Bord versorgt. Jetzt werden die Verwundeten in den
Krankenhäusern gebracht. Mehr als 160 Krankenwagen waren am Hafen bereit.
Gesundheitsminister Recep Akdað sagte: „Die Welt hat gesehen, wie die Türkei
derartige Einsätze in die Tat umsetzt. Das war eine sehr erfolgreiche Rettungsaktion.“
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