Parlamentspräsident Cemil Çiçek zur neuen Verfassung
Parlamentspräsident Cemil Çiçek, der gestern den Vorstand des Verbandes
Unabhängiger Industrieller und Unternehmer (MÜSIAD) empfing, erklärte, dass
eine neue Verfassung das dringlichste und wichtigste Thema der Türkei ist.
Çiçek sagte: „Natürlich wird die neue Verfassung mit Teilnahme aller Parteien
im Parlament dargestellt. Es ist auch von großer Bedeutung, dass Verbände,
Nichtregierungsorganisation und Berufsverbände in diesen Prozess eingebunden
werden und ihre eigenen Meinungen zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, dass wir die
Sache in kurzer zeit in die Hand nehmen und problemlos lösen können. Die
meisten Probleme und Beschwerlichkeiten, mit denen wir begegnen Beziehen
sich auf die vorliegende Verfassung. Darum müssen wir sie dringend ändern.“
STAR - 22/07/2011
Abschlussfeier der Militärakademie
Die Abschlussfeier der Militärakademie des Lehrjahres 2010-2011 hat viele
hochrangige Namen der Türkei zusammengebracht. An der Feier nahmen
Staatspräsident Abdullah Gül, Parlamentspräsident Cemil Çiçek,
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan, Verteidigungsminister Ýsmet
Yýlmaz, Generalstabchef Iþýk Koþaner, Oberkommandierende der Landstreitkräfte,
Erdal Ceylanoðlu, Oberkommandierende der Luftstreitkräfte Hasan Aksay und
Befehlshaber der Seestreitkräfte Admiral Uður Yiðit teil.
Den Schülern wurden ihre Diplome von Staatspräsident Abdullah Gül,
Parlamentspräsident Cemil Çiçek und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan
überreicht. HÜRRÝYET - 22/07/2011
Çaðlayan bewertete Wirtschaftskrise in Europa
Wirtschaftsminister Zafer Çaðlayan bewertete die Wirtschaftskrise die Europa
und die USA fest im Griff hat. Çaðlayan wies daraufhin, dass sie den Begriff
Krise aus dem Wortschatz gelöscht haben und sagte, “Aus der Sicht der Türkei
gibt es nichts zu befürchten. Aber das heißt nicht, dass man so tun sollte, als
wäre nichts los.“
Der Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie Nihat Ergün hingegen
sagte, “Wir verfolgen die Entwicklungen auf der ganzen Welt. In der
Weltwirtschaft gibt es gewisse Unsicherheiten. Die Türkei führt ihren Status
als ein Land, dass hinsichtlich der Investition und Betätigung attraktiv ist
weiter fort.” SABAH - 22/07/2011
Zoellick trifft Vertreter des Privaten Sektors
Der in der Türkei weilende Weltbankpräsident Robert Zoellick ist im Rahmen
seiner Kontakte mit Vertretern des Privaten Sektors zusammengekommen. Zoellick
lobte die türkischen Firmen für ihre aktive Betätigung in der Region und sagte,
„Der lebendige und dynamische türkische Privat Sektor spielt beim Handel in der
Region, bei den Investitionen und bei der Finanzierung eine kritische Rolle.“
Auf eine Frage, ob die Krise in Europa auch der Türkei schaden würde antwortete
Zoellick, „Dies wird immer wieder in Frage gestellt. Die Hälfte des türkischen
Exportanteils wird nach Europa entsendet.“
Zoellick unterstrich, dass sich die Türkei im Vergleich zur Vergangenheit in
einem besseren Zustand befindet und sagte, “Die Türkei hat jetzt eine binnen
Wirtschaft, die noch solider und stärker ist. Die Türkei ist ein Land, das
ständig wächst. Das Leistungsbilanzdefizit ist daher verständlich.”
Zoellick ist während seinem viertägigen Besuch auch mit Staatspräsident
Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan zusammengekommen. Auch
ist Zoellick mit Vertretern der türkischen Regierung und Zivilgesellschaften
zusammengekommen. STAR - 22/07/2011
Mehmet Görmez empfing griechisch-orthodoxen Patriarchen
Der Vorsitzende der türkischen Religionsbehörde (Diyanet) Prof. Dr. Mehmet
Görmez empfing gestern den griechisch-orthodoxen Patriarchen von Fener,
Bartholomäus I. in seinem Amt. Der Besuch wird als ein wichtiger Schritt der
Annäherung von orthodoxen Christen und Muslimen im Interreligiösen Dialog in
der Türkei gewertet. Beide Seiten gaben Statements für einen Dialog und für das
gegenseitige Verständnis der Religionen ab.
Görmez erklärte, dass Bartholomäus I. einen engen Kontakt mit der
Religionsbehörde pflege und dankte dem Patriarchen für seinen freundlichen
Besuch im Amtssitz: „Wir sehen alle religiösen Gruppen in unserem Land als eine
Bereicherung und als ein besonderes Erbstück unseres Erbes, unserer gemeinsamen
Geschichte und unserer gemeinsamen Kultur an. Ich möchte zum Ausdruck bringen,
dass wir in Bezug auf ihre Freiheit und ihre Rechte genauso sensibel sind wie
sie. Wir sehen die Freiheit der religiösen Gruppen in unserem Land als unsere
eigene Freiheit an.”, so Görmez.
Bartholomäus seinerseits gab bekannt, dass die Vertreter der Religionen stärker
in den Dialog treten und mehr zusammenarbeiten müssen. Er sagte: “Wir alle sind
Mitglieder der gleichen Menschheitsfamilie und müssen uns gegenseitig mit Liebe
und Verständnis begegnen. Wir müssen akzeptieren, lieben und zusammenarbeiten.”
TÜRKÝYE-HÜRRÝYET-AKÞAM - 22/07/2011
John McCain lobt die Türkei
Think-Thank Atlantic Council veranstaltete in der Hauptstadt Washington eine
Sitzung, an der auch der populäre Senator John McCain teilnahm. Senator John
McCain erläuterte bei seiner Rede, dass die NATO im Nahen Osten und vor allem
in Libyen konkrete Schritte unternehmen muss. “Ein neues Srebrenica Massaker
muss verhindert werden“, so Mccain. Auf eine Frage, welche spezifische Rolle
die Türkei hier spielen könnte antwortete Maccain, „Die Türkei besitzt im Nahen
Osten einen sehr großen Einfluss. Das Land wird in der Region zu einer großen
Macht. Ich muss aber leider auch unterstreichen, dass mir die Entwicklungen in
den jüngsten Zeiten –besonders im Bereich der Pressefreiheit- große Sorgen
bereiten. Die sich immer verschlechternden Beziehungen mit Israel machen mich
nachdenklich.“
Mccain betonte, dass er die Entwicklungen in der Türkei verfolge und
unterstrich trotz aller Kritik, dass die Beziehungen zwischen der Türkei und
Amerika sehr wichtig sind. „Die Türkei hat gute Dinge vollbracht. Wir schätzen
ihre Unterstützung im Bereich des Friedens.“ MÝLLÝYET - 22/07/2011
Vermittlungen im Zypern-Konflikt
Nach dem Besuch vom Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoðan in die Türkische
Republik Nordzypern (TRNZ) nimmt die EU-Kommission die Erklärungen Erdoðans
offenbar sehr ernst und verstärkt ihre Vermittlungsbemühungen im
Zypern-Konflikt. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat gestern seinen
Landsmann Jorge César das Neves als neuen persönlichen Vertreter bei der
Mission der guten Dienste der Vereinten Nationen in Zypern ernannt.
Während das Neves Vorgänger Leopold Maurer zugleich EU-Delegationsleiter für
Montenegro war, soll der portugiesische Diplomat auf Vollzeit-Basis der UN-Mission
als Berater in EU-Fragen zur Verfügung stehen.
Diese Ernennung sei ein weiteres Zeichen, dass die EU-Kommission den
Einigungsprozess Zyperns voll unterstütze und keine Mühen scheuen werde, die
Vereinten Nationen zu unterstützen, hieß es gestern in einer Presserklärung der
Kommission. AKÞAM - 22/07/2011
20.07.2011: Präsident, Weltbank, Ankara, Cicek, US-Botschafter, Ricciardone, Erdogan, Zypern, Konferenz, Fatih Sultan Mehmet, Paul Simon, Konzert, Istanbul
19.07.2011: Eda Akkaya, Olympia 2020, Weltbank, Robert B. Zoellick, EU, CIA
18.07.2011: Gefallene, Soldaten, Nordzypern, Politik, Gaza-Streifen, Clinton, Israel, Entschuldigung
Archiv: Türkische Presse
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