Gül spricht vor der Parlamentarischen Versammlung
des Europarats
Die Parlamentarische Versammlung des Europarats wird am Dienstag, den
25. Januar 2011 zu ihrer Generalversammlung in Straßburg zusammenkommen.
Es wurde berichtet, dass Staatspräsident Abdullah Gül bei der Versammlung
eine Rede halten wird. Während seinem Besuch in Straßburg soll Gül mit
Funktionsträgern des Europarats zusammenkommen.
Staatspräsident Gül war zwischen den Jahren 1992 und 2001 Präsident
der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und war aktiv in der
Experten-Kommission tätig. (Türkiye)
Versammlung potentieller EU-Beitrittskandidaten Ungarn
Staatsminister und Chef-Verhandlungsführer Egemen Baðýþ wird morgen
nach Ungarn reisen, um an der Versammlung der EU-Mitgliedsstaaten auf Ministerebene
und der potentiellen EU-Beitrittskandidaten teilzunehmen.
Den Berichten zufolge soll Baðýþ in seiner Rede eine historische Forderung
stellen, in der er bezweckt, dass am Ende der Ratspräsidentschaft sowie
die Türkei als auch alle anderen EU-Beitrittskandidaten auf dem Familienfoto
der EU vertreten sein sollten.
Ferner betonte er, dass auch die Führer der EU-Beitrittskandidaten
zu dem Gipfel, die am Ende der Ratspräsidentschaft von Ungarn stattfinden
wird, eingeladen werden müssen.
Die EU-Mitgliedsstaaten und EU-Beitrittskandidaten, wie etwa die Türkei,
Kroatien, Mazedonien und Montenegro werden an der Versammlung teilnehmen.
(Hürriyet-Türkiye)
Atalay zur Verbesserung der Grenzsicherheit
Innenminister Beþir Atalay hat sich an dem Treffen bei der türkischen
Generaldirektion für Sicherheit, die zur Verbesserung der Grenzsicherheit
zusammengetroffen ist, beteiligt. Dabei äußerte er sich über das Projekt
„Integrierte Grenz-Management Phase 2“, das mit Finnland ausgeführt wird.
Atalay kündigte an, dass die Arbeiten für eine Kontrolle und Überwachung
der Außengrenzen, um sie den EU-Standards anzupassen, noch in diesem Jahr
abgeschlossen werden.
Hinsichtlich des EU-Prozesses sagte Atalay außerdem, dass sich die Türkei
in demokratischem Sinne sehr schnell entwickelt hat. (Türkiye-Milliyet)
Erdoðan nimmt am türkisch-kuwaitischen Arbeitsforum teil
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan setzt seine Kontakte in Kuwait
fort. Erdoðan wurde zeremoniell von seinem kuwaitischen Amtskollegen Scheich
Nasir El Muhammad El Ahmad El Sabah empfangen. Erdoðan kam während seines
zweitägigen Besuchs in Kuwait mit vielen hochrangigen Persönlichkeiten
zusammen. Unter ihnen der kuwaitische Ministerpräsident und der kuwaitische
Parlamentspräsident.
Erdoðan nahm gestern auch am türkisch-kuwaitischen Arbeitsforum teil
und hielt hier eine Rede: “Wir haben uns darauf geeinigt, gegenseitig die
Visumspflicht aufzuheben. Ab jetzt können Bürger beider Länder ungestört
die Grenze überqueren. Auf diese Weise werden die Ein- und Ausreisen beschleunigt.“
Nach seinem Kuwait Besuch reiste Erdoðan nach Katar weiter. Im Flugzeug
beantwortete Erdoðan die Fragen der Journalisten und sagte: „Die islamischen
Länder brauchen niemand anderen.“ Auf eine andere Frage antwortete Erdoðan
„Ich will nicht der Führer der islamischen Welt werden. Solche Sorgen habe
ich nicht.“
Erdoðan wurde auch mit dem Preis der Internationalen Scheich Fahad al
Ahmad Wohltätigkeitsauszeichnungs- Institution “Besondere islamische Persönlichkeit”
ausgezeichnet.
Emine Erdoðan begleitete ihren Ehemann Ministerpräsident Recep Tayyip
Erdoðan auf seiner Kuwait-Reise. Während Ministerpräsident Erdoðan seine
Kontakte fortführte besuchte seine Gattin Emine Erdoðan eine Schule der
türkischen Botschaft in Kuwait. (Hürriyet-Sabah)
George Friedman: Türkei müsse die Araber vereinen
Der Inhaber des Meinungsinstituts Stratfor und der berühmte Stratege
George Friedman bewertete die Rolle der Türkei bei den Verhandlungen zwischen
dem Iran und Vertretern aus Deutschland, den Vereinigten Staaten, China,
Russland, Frankreich, Großbritannien, die am 20. Januar in der Türkei beginnen
werden.
Friedman erläuterte, dass sich die Türkei gegebenenfalls als aufsteigende
Macht in der Region mit an den Tisch setzen müsse und sagte: “Das Hauptproblem
der Türkei ist nicht Annäherung zwischen dem Iran und den USA, sondern
die Annäherung zwischen dem Iran und Saudi Arabien. Die USA will sich aus
dem Irak zurückziehen. Wenn dies wirklich geschehen sollte, dann wird der
Irak unter dem Einfluss des Irans bleiben und ein Teil der Allianz gegen
Saudi Arabien werden. Wenn die Türkei eine konstruktive Rolle spielen will,
dann muss sie in drei verschiedenen Schritten alle Seiten glücklich machen.
Als erstes müsste die Türkei den Rückzug der USA vereinfachen. Als zweites
müsste sie dem Iran klarmachen, dass sie trotz einer Einschränkung ihres
Einflusses wirkungsvoll sein könnte. Und als letztes müsste die Türkei
die Araber davon überzeugen, dass ein Iran der einen begrenzten Einfluss
im Irak hat für sie keine Gefahr darstellt.”
Wenn sich die USA aus der Region zurückzieht, dann wird es die Aufgabe
der Türkei sein das Gleichgewicht in der Region intakt zuhalten. Damit
die Türkei lange Zeit die Sicherheit gewährleisten kann, sollte sie weder
auf der Seite der Araber noch auf der Seite der Iraner Platz nehmen. Die
Türkei ist die aufblühende Macht in der Region und nun ist es Zeit den
Preis dieser Macht zu zahlen. (Milliyet)
Rückhalt für die Türkei von EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle
Erweiterungskommissar Stefan Füle lobte bei einer Beantwortung einer
Anfrage, das Vorgehen von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan bei der
Bekämpfung des Terrors. Auf eine Anfrage von Barry Madlener, Mitglied des
Europaparlaments, antwortete Füle: „Die Kommission darf ihre Bewertungen
nicht auf veröffentlichte Nachrichten stützen. Erdoðan verurteilte den
Terror-Anschlag in Istanbul, der am 31. Oktober 2010 verwirklicht wurde,
als einen Angriff gegen die Menschheit. Er betonte auch -indem er gleiche
Anschläge in London, Madrid und New York als Beispiel gab- dass die Türkei
als eine Demokratie gegen solche Terroranschläge zusammenhalten wird.“
(Türkiye)
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