Erdoðan besucht Türkische Republik Nordzypern
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan wird morgen anlässlich des 37.
Jahrestages der türkischen Friedensoperation auf Zypern und der Friedens-
und Freiheitsfeier in die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ) reisen.
Erdoðans Besuch ist auch als erster Auslandsbesuch der neuen Regierung
von großer Bedeutung.
Ministerpräsident Erdoðan wird neben seinen Kontakten und Besuchen auf
der Insel auch mit dem Präsident der TRNZ Dervis Eroðlu zusammentreffen.
SABAH - 18/07/2011
Davutoðlu: “Schlüsselfigur in der internationalen Politik”
Der britische Minister für den Nahen Osten Alistar Burt, der an der
Libyen-Kontaktgruppe bei ihrem Treffen in Istanbul teilgenommen hat, kommentierte
die Rolle der Türkei im arabischen Frühling. Burt bezeichnete Außenminister
Ahmet Davutoðlu als “Schlüsselfigur in der internationalen Politik.”
Alistar Burt äußerte sich über die Lage in Libyen und Syrien und sagte
“Die Türkei war eng in alle diese Prozesse eingebunden. Die Türkei hat
eine einflussreiche Rolle. Außenminister Ahmet Davutoðlu spielt heute in
der Region und in der internationalen Politik eine Schlüsselfigur. Die
Türkei hat bei den syrischen Flüchtlingen im bemerkenswerten Tempo eingegriffen
und so dazu beigetragen, dass diese Situation in bestmöglicher Weise überwunden
wurde.
Wir betrachten die Äußerung der Türkei über Syrien als lobenswert. All
das sind Schritte, die England unterstützt. Sie kennen unsere Einstellung
gegenüber dem EU-Beitritt der Türkei. Wir unterstützen diesen Prozess,
weil die Türkei dies verdient. Aber die EU arbeitet mit Überzeugungskraft
und Konsensen. Die Bestrebungen der Türkei auf internationaler Ebene verbessern
und verstärken das Image der Türkei innerhalb der EU.“ HÜRRÝYET - 18/07/2011
Keine offizielle Bestätigung zum Besuch des Gaza-Streifens
Die palästinensische Nachrichtenagentur Maan, erläuterte in einem Bericht,
den sie auf die israelische Zeitung Maariv zurückführte, dass Ministerpräsident
Recep Tayyip Erdoðan am 25. Juli den Gaza-Streifen besuchen wird. In dem
Artikel der Nachrichtenagentur hieß es, dass die Zeitung Maariv den geplanten
Besuch von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan von diplomatischen Quellen
bestätigt lassen hat. Laut der Zeitung Maariv suchte Israel den Kontakt
zu ägyptischen Vertretern, um den Besuch von Erdoðan zu verhindern. Aber
laut dem Bericht, gingen die Rufe von Israel leer aus. Israel sieht den
Besuch von Erdoðan als Unterstützung der Hamas.
Vertreter aus Gaza hingegen erläuterten, dass sie nichts über einen
Besuch von Erdoðan wüssten. Der Außenminister der Hamas, der sich gegenüber
der Nachrichtenagentur Maan äußerte, sagte “Uns wurde offiziell nichts
mitgeteilt.”
Auch von der türkischen Seite wurde erläutert, dass die Behauptung,
Erdoðan würde dem Gazastreifen einen Besuch abstatten, nicht der Wahrheit
entspreche. SABAH - 18/07/2011
Hillary Clinton: „Türkei sollte Vorbild sein“
US-Außenministerin Hillary Clinton erklärte am Wochenende während ihres
Istanbul- Besuches, die Türkei sollte ein „Vorbild“ für die in Umwandlung
begriffene arabische Welt sein. Clinton sagte unter Hinweis auf den „arabischen
Frühling“, der in Tunesien und Ägypten seinen Ausgang genommen hat, „Die
Völker des Nahen Ostens und Nordafrikas sollten von den Erfahrungen der
Türkei lernen. Die Geschichte der Türkei zeigt, wie sehr die demokratische
Entwicklung von verantwortungsvollen politischen Führern abhängt.
US-Außenministerin Clinton wies darauf hin, sie fände es sehr wichtig,
dass die Regierenden in der Türkei die „Rolle von Mentoren“ gegenüber den
neuen Generationen politisch Verantwortlicher in den arabischen Staaten
spiele.
Clinton nahm am Freitag an dem Treffen der Libyen-Kontaktgruppe in Istanbul
teil und führte gestern mit ihrem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoðlu
bilaterale Arbeitsgespräche. Sie unterstrich die „soliden“ Bindungen zwischen
Washington und dem einzigen muslimischen NATO-Mitglied. RADÝKAL-SABAH-CUMHURÝYET
- 18/07/2011
Israel erwägt Entschuldigung bei der Türkei
Die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete, dass Israel sich offenbar
offiziell bei der Türkei für den Tod neun türkischer Aktivisten, die während
der Erstürmung der „Mavi Marmara“ am 31. Mai 2010 getötet wurden,
entschuldigen will. Damit sollen der israelischen Armee allfällige juristische
Schritte türkischer Organisationen erspart werden, hieß es.
Die Erstürmung der „Mavi Marmara“ im Rahmen einer Kommandoaktion der
israelischen Eliteeinheit gegen eine Gaza-Flotte belastete die langen und
engen Beziehungen zwischen der Türkei und Israel im Vorjahr schwer. Ankara
fordert eine Entschuldigung, Entschädigungen für die Opfer und die Aufhebung
der Gaza-Blockade als Bedingung für eine Wiederannäherung. CUMHURÝYET -
18/07/2011
Türkei nimmt Abschied von gefallenen Soldaten
Die Nachricht über 13 gefallene türkische Soldaten in der Region zwischen
Silvan und Kozluk in der Provinz Diyarbakýr hat in der Türkei nach einem
Schockzustand, für große Anteilnahme an Massendemonstrationen gesorgt.
In zahlreichen Städten in der Türkei wurden Konzerte abgesagt oder vorzeitig
beendet.
Am vergangenen Donnerstag geriet eine Gruppe türkischer Soldaten in
der Nähe von Diyarbakýr in einen Hinterhalt der Terrororganisation PKK.
Bei dem anschließenden Gefecht fielen 13 Soldaten und sieben Terroristen
der PKK wurden getötet, etliche weitere Soldaten schwer verletzt. Bei den
landesweiten Beerdigungen der Soldaten kam es zu massenhaften Wut - und
Verzweiflungsausbrüchen. Millionen von Menschen gingen auf die Straßen
und protestierten gegen die PKK. TÜRKÝYE - 18/07/2011
Syrische Oppositionelle kommen in Istanbul zusammen
Etwa 350 syrische Oppositionelle haben auf einer Konferenz in Istanbul
über das weitere Vorgehen gegen Syriens Präsidenten Baschar el Assad beraten.
Die Organisatoren der Konferenz in Istanbul, bei der es keine türkischen
Regierungsvertreter oder westliche Diplomaten als Beobachter gab, legten
einen Vier-Punkte-Plan vor: Die Aktionen gegen das Regime sollen fortgesetzt
und verstärkt werden, mit dem Ziel es zu stürzen. Die Macht soll an eine
nationale Übergangsregierung übertragen und der Polizeistaat aufgelöst
werden. Dann soll ein ziviler demokratischer Staat geschaffen werden, der
die Rechte der Jugend und der Frauen respektiert. Alle Syrer, ob Kurden,
Araber, Muslime oder Christen, sollen gleiche Rechte haben.