Erdogan fordert sofortigen Rücktritt von Gaddafi
Ministerpräsident Recep
Tayyip Erdoðan forderte in seiner Stellungnahme am Dienstag in Istanbul,
bezüglich der jüngsten Geschehnisse in Libyen, den sofortigen Rücktritt
von Muammar al Gaddafi. Erdoðan betonte, dass Gaddafi die Ratschläge der
Türkei nicht beachtet und stattdessen leider auf Gewalt gesetzt habe. Erdoðan
sagte: „Zum Libyen Konflikt gibt es nichts mehr zu sagen. Gaddafi soll
Libyen umgehend verlassen und seine Macht an das Volk abgeben. Gaddafi
hat die Rufe nach Veränderungen im Land ignoriert und Blut, Tränen und
Druck auf sein eigenes Volk gewählt. Nun muss er einen historischen Schritt
tun und sich zurückziehen, für die Zukunft, den Frieden und den Wohlstand
Libyens.“
Die türkische Regierung hatte sich seit dem Beginn der Unruhen im Land,
um eine Vermittlung zwischen Gaddafi und der Opposition bemüht und zudem
auch einen Fahrplan für den Frieden in Libyen vorgeschlagen, indem er Gaddafis-Truppen
aus den belagerten Städten zum Rückzug drängte und demokratischen Wandel
forderte.
Gül: "Chancen sollten nicht verpasst werden"
Staatspräsident Abdullah
Gül nahm gestern anlässlich seines Besuchs in Österreich zusammen
mit seinem Amtskollegen Heinz Fischer, an der Eröffnung des türkisch-österreichischen
Wirtschaftsforums teil. In seiner Rede an Unternehmer, hob Gül die gut
ausgebildete junge und dynamische Bevölkerung sowie die wachsende Wirtschaft
und die geografische Lage der Türkei hervor: „Vor 10 Jahren stellten sich
verschiedene bürokratische Probleme für Unternehmer, die in die Türkei
investieren wollten. Heute hat sich diese Lage geändert. Hohe Inflationszahlen
liegen in der Vergangenheit und auch das Haushaltsdefizit ist geringer,
als es in vielen europäischen Ländern der Fall ist.“ Gül bezeichnete diese
als positive Entwicklungen und appellierte an Unternehmer, die Chancen,
die die Türkei bietet nicht zu verpassen. Zudem hob Gül die Bedeutende
Rolle der Türkei, was die Energieversorgung Europas anbetrifft und führte
das „Nabucco Projekt“ als Beispiel dafür auf. CUMHURÝYET-TÜRKÝYE-STAR
Gül und Faymann treffen sich
Staatspräsident Abdullah Gül kam während seines drei tägigen Besuchs
in Österreich, nach Gesprächen mit seinem Gegenpart Heinz Fischer auch
mit Ministerpräsident Werner Faymann zusammen. Hierin unterstrich Gül die
Bedeutung der sprachlichen Kompetenz von Migranten und warnte vor Vorurteilen
gegenüber den dort lebenden Türken. Gül sagte es sei vor allem Aufgabe
der Schüler diese Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Auch besuchte
Gül die Studentinnen-Vereinigung „Wonder“ und unterhielt sich mit Studenten
und Vertretern nach Besichtigung der Fotoausstellung über die Seldschuken.
SABAH-AKÞAM
Türkische Botschaft in Tripolis geschlossen
Nachdem der Sohn und drei Enkelkinder vom Machthaber Muammar al-Gaddafi
bei einem Nato-Raketenangriff getötet wurden, beschloss Ankara am 1. Mai
ihre Botschaft in Tripolis zu schließen. Außenminister Ahmet Davutoðlu
sagte, dass der Botschafter nach der Einkehrung der Sicherheit, seine Arbeit
erneut aufnehmen wird. Der Minister betonte, dies bedeute nicht, dass die
Türkei ihre Friedensbemühungen in Libyen aufgebe. Das türkische Konsulat
in der von Rebellen kontrollierten Stadt Bengasi ist weiterhin geöffnet.
Der Botschafter Salim Levent Þahinkaya und seine 12 Mitarbeiter sind bereits
in die Türkei eingetroffen. Þahinkaya äußerte bei seiner Ankunft am Atatürk
Flughafen der Presse gegenüber, dass überall im Land bewaffnete Leute herumliefen.
Unterdessen wurden auch die britische und italienische Botschaft in
Libyen nach den Angriffen auf ausländische Vertretungen und wegen der "veränderten
Sicherheitslage geschlossen. Die Vereinten Nationen zogen ihre zwölf ausländischen
Mitarbeiter aus Tripolis ab. Nach Angaben handele es sich nur um eine "vorübergehende"
Maßnahme, hieß es am Sonntagabend in New York. Britische Diplomaten waren
bereits vor mehreren Wochen aus dem Botschaftsgebäude in Tripolis ausgezogen.
SABAH-AKÞAM
Davutoðlu: "Terror als Verbrechen gegen die Menschlichkeit"
In der Presseerklärung nach dem Gespräch mit seiner dänischen Amtskollegen
Lene Espersen, bezeichnete Außenminister Ahmet Davutoðlu den „Terror als
Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Davutoðlu sagte zudem, dass sie den
juristischen Ablauf gegen Roj-TV verfolgen würden und sie die voraussichtlich
im August ergehende Entscheidung des Gerichtes mit Spannung abwarten.
Davutoðlu, der heute nach Kairo fliegt wird im Anschluss, an der in
Rom anberaumten Versammlung der Libyen-Kontaktgruppe teilnehmen. CUMHURÝYET-SABAH
Wladimir Iwanowski gab Informationen über das „Kanal Istanbul“ Projekt
Der Botschafter Russlands in der Türkei Wladimir Iwanowski gab Informationen
über das „Kanal Istanbul“ Projekt von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan.
Iwanowski sagte, dass er bereits schon vor rund 15 Jahren, als Erdoðan
noch Bürgermeister von Istanbul war, von seinem Projekt erfahren hatte.
Der russische Botschafter äußerte zudem auch, dass er damals an die Verwirklichung
des Projekts nicht geglaubt hätte. Iwanowski betonte: „Jedoch hat die Türkei
in den letzten 15 Jahren in jeder Hinsicht große Fortschritte gemacht.“
TÜRKÝYE
06.05.2011: Ahmet Davutoglu, Libyen-Kontaktgruppe, Clinton, Fahrplan, Türkei, Nidal Kabalan, Erdogan, Ban Ki-Moon,Istanbul
05.05.2011: SPD, Bilkay Öney, Integrationsministerin, Schnellzugprojekt, Gesetzentwurf, Völkermord, Armenier, Abgelehnt, Besserungswünsche, Erdogan, Istanbul, Tunnel
04.05.2011: Erdogan, Rücktritt, Gaddafi, Gül, Chancen, Türkische Botschaft, Tripolis, geschlossen, Davutoglu, Terror, Verbrechen, Menschlichkeit
03.05.2011: Abdulla Gül Österreich, Ankara, Botschaft, Tripolis, Frauenanteil, Türkisches Parlament, Mehmet Görmez, Türkei Roma, Gesellschaftlich, , Vorbereitungen, Flüchtlingsstrom
02.05.2011: EU Export, Gestiegen, Flüchtlingshilfe , Roter Halbmonde, Wirtschaftskrise, Syrien, Neu, Ministerium, Bau Marmara-Meer Kanal
Archiv: Türkische Presse
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