Gewalt in Syrien nach Ausschluss aus Arabischer
Liga
Syrische Regierungsanhänger haben nach dem Ausschluss des Landes aus
der Arabischen Liga mehrere diplomatische Vertretungen in Damaskus angegriffen.
Tausende Anhänger des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad attackierten
am Samstag unter anderem die Botschaften Saudi-Arabiens, Katars und der
Türkei. Auch die türkischen Konsulate in Latakia und Aleppo wurden angegriffen.
Nach Berichten warf die Menge Steine und Plastikflaschen auf die
Gebäude. Angaben zufolge sei niemand verletzt worden.
Unterdessen forderte die Türkei nach den gewaltsamen Übergriffen auf
Botschaften und Konsulate eine internationale Reaktion. Die Türkei kündigte
den Abzug ihres Personals aus Syrien an und bestellte den syrischen Gesandten
in das Außenministerium in Ankara ein. Angehörige türkischer Diplomaten
wurden ausgeflogen. In diesem Rahmen nahm die Türkische Fluggesellschaft
(THY) ein Sonderflug auf.
Die Arabische Liga hatte die Mitgliedschaft Syriens ausgesetzt. Der
Staatenbund kündigte unteranderem wirtschaftliche und politische Sanktionen
gegen die autokratische Regierung in Damaskus an, die seit Monaten mit
Gewalt gegen die Opposition vorgeht. ALLE ZEÝTUNGEN - 14/11/2011
Türkei Erdbeben: Erdoðan in Van
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan besuchte am Samstag das Erdbebengebiet.
Erdogans erste Station war der Ort Erciþ. Während seiner Kontakte in Van
und Erciþ hielt Erdogan auch eine Rede, indem er der Bevölkerung einen
Solidaritätsappell machte. Erdoðan gab bekannt, seine Regierung habe
es in den ersten 24 Stunden nicht geschafft, den Opfern der Katastrophe
ausreichend Hilfe zukommen zu lassen. Ministerpräsident Erdoðan versuchte
bei seiner Ansprache die Versäumnisse zu entschuldigen und sagte: „Das
ist wahr. Es ist nicht einfach, wenn plötzlich eine gigantische Katastrophe
passiert. Es ist nicht möglich, alle Probleme auf einmal zu lösen.“
Der Erdstoss der Stärke 5,7 hatte in der Stadt Van am Mittwoch ein Hotel
zum Einsturz gebracht. In einem anderen Hotel, das ebenfalls eingestürzt
war, wurde die Suche nach Opfern bereits vor zwei Tagen beendet.
Nach Angaben des türkischen Katastrophenschutzes kamen mindestens 39
Menschen bei dem zweiten Erdbeben innerhalb von rund zwei Wochen in der
Region ums Leben. Unterdessen wurden mindestens 2000 Gebäude bei dem ersten
Beben im Oktober zerstört. Seitdem wurde die Region von etwa 1400 Nachbeben
erschüttert. HÜRRÝYET-MÝLLÝYET - 14/11/2011
Gespräche mit syrischer Opposition
Nach den gewaltsamen Übergriffen der syrischen Regierungsanhänger auf
Botschaften und Konsulate in Syrien, kam Außenminister Ahmet Davutoðlu
gestern Abend in Ankara mit der syrischen Opposition zusammen. Tagesordnung
der Gespräche waren die jüngsten Entwicklungen in Syrien. Davutoðlu rief
die Opposition zur Vereinigung auf.
Unter anderem werden morgen in Syrien Mitglieder der Arabischen Liga
und der Opposition zusammentreffen. Der Generalsekretär der Arabischen
Liga, Nabil al-Arabi, der sich für Kontakte mit dem Lybischen Übergangsrat
in Tripolis befindet, erklärte nach den Gesprächen in einer Pressekonferenz,
dass sie am Dienstag mit der syrischen Opposition zusammenkommen werden.
CUMHURÝYET-HÜRRÝYET-TÜRKÝYE - 14/11/2011
Zafer Çaglayan: Offizieller besuch in Indien
Wirtschaftsminister Zafer Çaglayan wird für einen offiziellen Besuch
zwischen den 16.-19. November nach Indien reisen. Nach der schriftlichen
Erklärung des Wirtschaftsministeriums wird Çaglayan in Mumbai, der Hauptstadt
des Bundesstaates Maharashtra, die Ausstellung für türkische Exportgüter
eröffnen. Die Ausstellung, die von der Istanbuler Handelskammer organisiert
wird, soll drei Tage dauern.
Im Rahmen seiner Kontakte in Indien wird Wirtschaftsminister Çaglayan
mit dem Regierungschef des Bundesstaats Maharastra, Prithviraj Chavan und
mit führenden Geschäftsleuten zusammenkommen. Bei den Gesprächen sollen
Möglichkeiten zum Ausbau der Handelsbeziehungen und einer Zusammenarbeit
der türkisch-indischen Serien- und Filmbranche bewertet werden. HÜRRÝYET-TÜRKÝYE
- 14/11/2011
Egemen Baðýþ Estland
Europaminister und Verhandlungsführer Egemen Baðýþ, der sich für einen
offiziellen Besuch in Estland befindet, besuchte im Rahmen seiner Kontakte
einen türkischen Verein in der Hauptstadt Tallinn. Egemen Baðýþ ging bei
seinen Kontakten besonders auf den Beitrittsprozess der Türkei ein. MÝLLÝYET
- 14/11/2011