Istanbul: Verhandlung über Atomprogramm des Iran
Der iranische Außenminister Ali Akber Salehi kam gestern in Ankara
für offizielle Kontakte mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan zusammen.
Salehi wurde auch von Staatspräsident Abdullah Gül empfangen.
Salehi äußerte sich am Esenboða Flughafen der Presse gegenüber. Auf
die Frage der Verhandlungen bezüglich des iranischen Atomprogramms mit
den sechs Verhandlungsländern sagte Salehi, sie wünschen, dass die Kontakte
in der Türkei geführt werden. Zudem betonte er, dass die Verhandlungen
höchstwahrscheinlich in Istanbul stattfinden und das Datum in kürzester
Zeit feststehen wird.
Nach Angaben dauerte das Gespräch zwischen Erdoðan und Salehi rund
zwei Stunden. Erdoðan sagte: „Ein Glaubenskrieg könnte auf die gesamte
Region auswirken.“ Bei dem Gespräch kamen auch die jüngste Lage in Syrien
und regionale Themen auf die Tagesordnung. SABAH-HÜRRÝYET - 19/01/2012
Wirtschaftsminister Zafer Çaðlayan Irak kontakte
Wirtschaftsminister Zafer Çaðlayan, der zu Kontakten im Irak weilt,
kam im Rahmen seines Besuchs mit dem Führer der regionalen Verwaltung im
Norden des Iraks, Mesut Barzani und mit dem KDP-Vizepräsidenten Nedschirvan
Barzani zusammen. Çaðlayan erklärte bei seinen Kontakten, die Türkei sei
für ein vereintes Irak und sagte: „Die jüngsten Entwicklungen im Irak haben
die Handelsbeziehungen zwischen Ankara und Bagdad nicht beeinträchtigt.
Wir wünschen uns von Anfang an, dass unser Nachbar Irak die Probleme überwindet
und Gruppen verschiedener Glaubensrichtungen und ethnischer Herkunft ihren
gerechten Standpunkt erreichen.“
Unterdessen gab Wirtschaftsminister Çaðlayan auch bekannt, die Probleme
mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri el-Maliki würden die Handelsbeziehungen
zwischen der Türkei und dem Irak nicht beeinträchtigen. Die Handelsbeziehungen
und die politischen Beziehungen werden getrennt geführt, so Çaðlayan. Der
Wirtschaftsminister gab als Beispiel zwei türkische Firmen, die Ausschreibungen
für den Bau eines Elektrizitätswerks und eines Krankenhauses in Höhe von
rund 400 Millionen US-Dollar gewonnen haben. HÜRRÝYET - 19/01/2012
Raketenabwehrschild eine strategische Entscheidung
Außenminister Ahmet Davutoðlu kam im Rahmen der Veranstaltung anlässlich
des 60.Jahrestages der NATO-Mitgliedschaft der Türkei in Brüssel mit NATO-Generalsekretär
Anders Fogh Rasmussen zusammen.
Bei der gemeinsamen Pressekonferenz sagte Davutoðlu, die Türkei, die
während des Kalten Krieges Mitglied der NATO wurde, sei einer der Mitgliedsländer,
das dem Bündnis für den regionalen und globalen Frieden großen Beitrag
geleistet hat.
Der Außenminister betonte, dass das Raketenabwehrschild eine strategische
Entscheidung der NATO sei. Zudem erklärte er, dass geplante Raketenabwehrschild
mit einem Radar-Standort im Südost-türkischen Malatya sei nicht gegen Nachbarstaaten
gerichtet. Es werde nur für die Verteidigung dienen, so Davutoðlu. AKÞAM
- 19/01/2012
Völkermordgesetz: Widerstand im französische Senat
Das von der Türkei bekämpfte französische Völkermordgesetz ist in der
zweiten Parlamentskammer auf unerwarteten Widerstand gestoßen.
Der Gesetzentwurf, durch den die Leugnung des angeblichen Völkermordes
an den Armeniern zur Straftat wird, wurde von der Gesetzeskommission des
französischen Senats für unzulässig erklärt.
Anhand der Bemühungen des türkischen Botschafters in Paris, Tahsin
Burcuoðlu, der nach der Verabschiedung des Gesetzes in die Türkei zurückgezogen
wurde, wird im Senat am 23. Januar eine offene Abstimmung stattfinden.
In einem Interview mit der Anadolu Nachrichten Agentur sagte Außenminister
Ahmet Davutoðlu, dass dies kein klares Bild dafür stellt, ob der Gesetzentwurf
am kommenden Montag auf dem Tagesprogramm stehen wird. Es sei aber ein
Hinweis auf die Neigung des französischen Senats. HÜRRÝYET-TÜRKÝYE - 19/01/2012